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Stuttgart bleibt im CL-Rennen

Gnadenloser VfB lässt Werder keine Chance

Deniz Undav besorgte mit seinem Tor zum 3:0 die Vorentscheidung
Deniz Undav besorgte mit seinem Tor zum 3:0 die Vorentscheidung
Foto: © IMAGO/Ayman Alahmed
14. Dezember 2025, 21:19

Der VfB Stuttgart meldet sich nach dem 0:5-Fiasko gegen den FC Bayern mit einem souveränen 4:0 in Bremen zurück - und wieder oben an.

Breit grinsend klatschte Jamie Leweling mit seinen Mitspielern ab, der Kunstschütze des VfB Stuttgart genoss den verdienten Auswärtssieg in Bremen in vollen Zügen - und wollte es nach seinem entscheidenden Distanzschuss ganz genau wissen. "Wie weit war das? Wie viele Meter?", fragte der Matchwinner nach dem 4:0 (2:0) der Schwaben bei "DAZN".

Aus 32 Metern hatte Leweling zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen, zudem bereitete er zwei weitere Tore vor und wurde als "Man of the Match" geehrt. "Ein guter Tag", kommentierte er trocken seine starke Leistung. Nicht zuletzt dank Leweling gelang die schwäbische Frustbewältigung im kühlen Norden. Nach drei sieglosen Spielen in Folge meldete sich der Pokalsieger in der Spitzengruppe der Bundesliga zurück und schoss sich eine Woche nach der 0:5-Packung gegen Meister Bayern München wieder ins Rennen um die Champions-League-Plätze.

Nach ruckeligem Beginn brachte Bilal El Khannouss den VfB in Führung (40.), Jamie Leweling legte mit seinem Gewaltschuss aus der Distanz noch vor der Pause nach (44.). In der zweiten Hälfte erhöhten Topstürmer Deniz Undav sehenswert (79.) und der eingewechselte Chris Führich (90.+7). Werders Karim Coulibaly sah zuvor die Gelb-Rote Karte (58.). Die Bremer schlitterten eine Woche nach der Pleite im Nordderby gegen den Hamburger SV (2:3) tiefer in ihre Ergebniskrise - seit vier Spielen wartet Werder bereits auf einen Sieg in der Liga und muss sich nach unten orientieren.

Bremens Justin Njinmah hatte mit der ersten Abschlusschance einen stimmungsvollen Adventsabend im Weserstadion eröffnet, bei seinem Flachschuss aber knapp links vorbei gezielt (3.). Wenig später war es erneut der Flügelspieler, der für Gefahr sorgte und diesmal in VfB-Keeper Alexander Nübel seinen Meister fand (9.). Dennoch: Den grün-weißen Gastgebern gehörte die Anfangsphase. Nach der vermeidbaren Pleite beim HSV waren die Bremer sichtlich bemüht, schnell die von Trainer Horst Steffen geforderte "Trendwende" einzuleiten.

Auch beim VfB hatte es in der Liga zuletzt ordentlich geknirscht. Das 0:5 gegen den FCB hatten die Schwaben zwar bereits beim 4:1 gegen Tel Aviv in der Europa League erfolgreich verarbeitet, trotzdem ging offensiv anfangs nicht viel zusammen. Lediglich Undav, die Stuttgarter Lebensversicherung der vergangenen Wochen, sorgte für Gefahr. Seinem Treffer wurde wegen Abseits aber die Anerkennung verwehrt (23.).

Backhaus sieht bei Leweling-Tor nicht gut aus

Das 113. Bundesligaduell zwischen den beiden Traditionsvereinen blieb ein umkämpftes. Als es an der Weser schon stark nach Pausen-Remis roch, schlug der leichte Favorit doppelt zu. Erst sorgte El Khannouss mit seinem gekonnten Kopfball für das 1:0 des VfB, der in den vergangenen sechs Ligaspielen (!) jeweils mit 0:1 in Rückstand geraten war.

Dann fasste sich Leweling aus der zweiten Reihe ein Herz - bei seinem Flatterball aus knapp 30 Metern sah Bremens Keeper Mio Backhaus nicht gut aus.

Werder drohte wegen dieses Tiefschlafs kurz vor der Pause nun auf eine ungemütliche Weihnachtszeit zuzusteuern. Nach dem Seitenwechsel mühte sich die Steffen-Elf, im letzten Heimspiel des Jahres noch etwas mitzunehmen, doch durch Coulibalys Platzverweis nach einem Foulspiel wurde es noch komplizierter. Der Innenverteidiger war in der ersten Hälfte wegen einer Unsportlichkeit verwarnt worden. In Überzahl schossen die Stuttgarter Backhaus im Werder-Tor endgültig warm; bei Undavs trockenem Abschluss ins linke obere Eck war er machtlos.

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