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Klinsmann: DFB-Elf kann um WM-Titel mitspielen

29.04.2026 20:40 | 3:42m
Die Fußball-WM 2026 rückt immer näher. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann spricht über das XXL-Turnier und die deutschen Chancen.
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Und da muss ich ihm und auch der Mannschaft das Land helfen. Also diese Weltmeisterschaft hat einen enormen, enorm hohen Stellenwert für die Amerikaner. Sie sind riesig stolz, dass sie, dass sie mit Mexiko und Kanada diese WM organisieren. Sie wollen aller Welt zeigen, dass sie ein fußballbegeistertes Amerika sind. Die Liga ist jetzt über die letzten 30 Jahre enorm gewachsen, hat 30 Mannschaften geteilt in Ost und West. Und dann spielen sie zum Schluss ihr Endspiel. Also eine tolle Infrastruktur. Und Millionen, Millionen von Kindern spielen in den USA Fußball. Mädchen und Jungs. Was wirklich phänomenal ist und deswegen ist auch Ihre Frauen. Nationalmannschaft ist die wohl stärkste der Welt seit Jahrzehnten. Und deswegen? Man freut sich riesig drauf. Und wir hoffen natürlich alle in den USA, dass dass sich die Welt bis dahin hin wieder ein bisschen beruhigt und und das ist eine ganz, ganz schöne und friedliche WM wird.
Also die Belastung ist ein absolut ein Extrem angekommen. Ich glaube, es ist ausgereizt jetzt. Also diese WM wird ein Spiel mehr haben für diejenigen, die Weltmeister werden wollen, sprich das Endspiel spielen. Wir bauen acht Spiele, um Weltmeister zu werden. Und natürlich sind die Reisestrapazen groß. Die Klima Unterschiede sind sehr groß, aber es ist ein Extrem wo jede Mannschaft mit gleich zu kämpfen hat und deswegen. Ich glaube nicht, dass es eine Ausrede sein darf. Es ist eine hohe Belastung für alle, aber sie müssen diesen Marathon durchstehen. Es ist auch die längste WM aller Zeiten mit fünfeinhalb Wochen anstatt knapp vier Wochen. Aber ich glaube, der wirklich, der sich da durchboxt und seine Konzentration auf das Wesentliche hält und und diesen Hunger hat, unbedingt bis zum Schluss dabei zu sein, der wird es auf jeden Fall auch verdient haben, Weltmeister zu werden.
Er kann das schaffen, weil zum einen ist er ein sehr guter Trainer, ein junger Kerl, der sehr gut kann mit dieser jungen Generation, vor allem kommunikativ natürlich, und hat eine richtig, richtig gute Mannschaft. Also die Jungs, die haben so viel Qualität, dass sie wirklich auch bis zum Schluss dabei sein können. Sie können um den Titel spielen, da bin ich voll davon überzeugt. Das Allerwichtigste ist, denke ich mal, um aus Russland und aus Katar zu lernen, ist, sich nur auf das Fußballturnier zu konzentrieren. Und da muss ich ihm und auch der Mannschaft das Land helfen. Also ich glaube, wir haben der Mannschaft unglaublich geschadet. Sprich Politik und Medienlandschaft in Bezug auf Russland und Katar. Wir haben diese, diese Austragungsorte kritisiert und schlecht gemacht. Damit haben wir uns selber schlecht gemacht und haben schlechtes Karma kreiert. Das ist meine totale Überzeugung. Und ich? Ich war in Katar und ich war in Russland bei beiden Turnieren lange Zeit. Und das hat mir richtig wehgetan. Und ich denke, wenn wir unserer Mannschaft helfen wollen, also auch wir alle Fans, dann müssen wir ihnen positive Energie geben und müssen dem Land, dem Austragungsland Kanada, Mexiko und USA Respekt zollen mit all dem, was was abläuft und und positiv dorthin gehen und positiv sie sie unterstützen. Und wenn nicht? Wenn ich nicht hingehen kann, dann sie positiv gedanklich auch unterstützen, wenn ich daheim bin vorm Fernseher. Also Sie brauchen einfach positive Energie von Ihrem eigenen Land.