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Große Versprechungen, wenige Optionen

Die nahezu unmögliche Stürmer-Suche des FC Bayern

Thomas Tuchel wünscht sich einen echten Top-Torschützen beim FC Bayern
Thomas Tuchel wünscht sich einen echten Top-Torschützen beim FC Bayern
Foto: © IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon
05. Juni 2023, 15:34
sport.de
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Dass der FC Bayern im Sommer, mit einem Jahr Verspätung, auf den Abgang von Top-Goalgetter Robert Lewandowski zum FC Barcelona reagieren und nur zu gerne einen echten Superstar mit Vollstrecker-Qualitäten nach München locken will, ist ebenso bekannt wie die Tatsache, dass Spieler mit diesem Profil auf dem internationalen Transfermarkt extrem rar gesät sind. An der Säbener Straße steht man vor einer enormen Herausforderung - zumal vollmundige Versprechungen bereits getätigt wurden.

"Es fehlen hier im Moment 40 Tore alleine von Robert Lewandowski in allen Wettbewerben", legte Trainer Thomas Tuchel wenige Wochen nach der Übernahme von Julian Nagelsmann den Finger in die Wunde, die der von reichlich Nebengeräuschen begleitete Abgang des Polen in der Offensive des FC Bayern hinterlassen hat.

Präsident Herbert Hainer nahm die Aussage wenig später auf, beruhigte die angespannten Nerven der Fans mit einem Versprechen - und steigerte die Erwartungshaltung ins Unermessliche.

"Es ist offensichtlich, dass wir im Moment zu wenig Tore machen, dass wir den Stürmer, der die Dinger vorne reinhaut, nicht haben. Das ist das, was uns im Moment fehlt!", erklärte der 68-Jährige auf einer Pressekonferenz und legte vollmundig nach: "Gehen sie aber davon aus, dass wir die Mannschaft so verstärken, dass wir wieder um die Champions League und die Titel mitspielen können. Wenn sie mir den nennen könnten, der sofort einschlägt, dann würden wir den sofort kaufen!"

Und an die Konkurrenz gerichtet: "Der FC Bayern ist finanziell sehr gut aufgestellt. Wir haben eine unheimlich hohe Eigenkapital-Quote. Wir haben auch noch ein bisschen Geld auf dem Festgeldkonto."

Nette Worte, mit einem fetten Haken: Mit Erling Haaland ballert derjenige, der offensichtlich sofort einschlagen würde, derzeit Manchester City von Titel zu Titel. Ob allerdings überhaupt eine Summe existiert, die die Sky Blues zum Verkauf animieren würde, ist fraglich - und dass der FC Bayern diese investieren würde, komplett ausgeschlossen.

Mit Harry Kane von Tottenham Hotspur, Victor Osimhen von der SSC Neapel, Eintracht Frankfurts Randal Kolo Muani und Dusan Vlahovic von Juventus Turin werden dennoch seit Monaten Namen aus dem obersten Regal der Stürmerriege an der Säbener Straße gehandelt. 

Dass der FC Bayern genug Strahlkraft besitzt, um im Rennen um die Ausnahmekönner mitzumischen, ist keine Frage, dass die Konkurrenz des deutschen Rekordmeisters im Werben um die besten Akteure des Weltfußballs inzwischen allerdings enorm ist, steht ebenso außer Frage. Kein Wunder also, dass die wenigen würdigen Anwärter dem FC Bayern nicht gerade die Tür einrennen.

Aus England ist immer wieder zu vernehmen, dass Kane, mit 213 Treffern immerhin zweitbester Torjäger der Premier-League-Geschichte, die Insel nur ungern verlassen würde. Dem FC Bayern soll der 29-Jährige bereits mehrfach abgesagt haben

Kolo Muani träumt von der Premier League

Osimhen, der Neapel 2023 zur Meisterschaft schoss, befindet sich mit 24 Jahren im besten Fußballeralter, hat noch zwei Jahre Vertrag am Vesuv, einen Arbeitgeber, der nicht müde wird, zu betonen, dass er den Nigerianer unter keinen Umständen ziehen lässt und angeblich reihenweise Interessenten, die finanziell kaum eine Hürde scheuen. Daraus ergeben sich Gerüchte um Ablösesummen jenseits der 150 Millionen Euro - eine Summe, die auch das berühmte Festgeldkonto des FC Bayern sprengen dürfte.

Bleiben Kolo Muani und Vlahovic. Ersterer, von Bayerns einflussreicher Klublegende Uli Hoeneß im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" als "sehr guter Spieler" bezeichnet, erklärte beim französischen TV-Sender "Canal+" jüngst: "Es ist schmeichelhaft, dass PSG hinter dir her ist, wie andere große Vereine auch. Aber nur weil man aus Paris kommt oder dort aufgewachsen ist, muss man nicht automatisch bei PSG spielen. Ganz ehrlich, wer würde nicht davon träumen, in der Premier League zu spielen? Es ist eine der besten Ligen, die es gibt."

Ein Wink in Richtung von Manchester United, das laut "The Athletic" sehr konkrete Bemühungen unternimmt, den 24-jährigen Bundesliga-Topscorer zu verpflichten? Vielleicht! Vom FC Bayern ist konkret zumindest nicht die Rede. Außerdem dürfen durchaus Zweifel daran bestehen, dass der Franzose wirklich 40 Saisontore im Köcher hat.

Zweifel bestehen "Bild" zufolge intern bei Tuchel-Favorit Vlahovic. Der Serbe hat bei seiner ersten kompletten Saison im Juventus-Trikot erstmals in seiner Karriere so etwas wie Ladehemmungen offenbart: 14 Tore in 37 Partien sind zumindest keine Werte, die an Lewandowski erinnern.

Benzema-Aus verschärft Dilemma des FC Bayern 

Nicht ausgeschlossen, dass die schwache Ausbeute 2022/23 letztlich auch eine Chance für die Münchner darstellt. Juve will Vlahovic angeblich für 60 bis 80 Millionen Euro verkaufen. Ebenfalls kein Pappenstiel und sicher ein hohes Risiko, für die Bayern aber zu stemmen.

Zu allem Überfluss hat sich die Ausgangslage des FC Bayern am Sonntag noch einmal verschärft: Real Madrid gab bekannt, dass Altmeister Karim Benzema den Verein verlassen wird. Um die entstandene Lücke im Sturmzentrum zu schließen, dürften nun auch die Königlichen in den Poker um einige der Genannten einsteigen.

So oder so ist klar, dass der Lewandowski-Verkauf 2022 nicht die beste Entscheidung war. Der "SZ" erklärte Hoeneß, er habe den verantwortlichen Sportvorstand Hasan Salihamidzic ausdrücklich davor gewarnt, den Polen zu verkaufen. Hätte man auf einen Verbleib gepocht, wäre Lewandowski in Kürze zwar wohl ablösefrei gewechselt, man hätte jedoch "ein Jahr länger Zeit gehabt, einen Nachfolger zu finden", so Hoeneß.

Marc Affeldt

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