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Deutsch-Kanadier Ralph Krueger fasziniert die ganze NHL

Ralph Krueger (M.) steht bei den Buffalo Sabres hinter der Bande.
Ralph Krueger (M.) steht bei den Buffalo Sabres hinter der Bande.
Foto: © dpa
31. Oktober 2019, 11:08

Ralph Krueger gilt in Nordamerika als Alleskönner, sein Ruf ist legendär. Es sei verwunderlich, schrieb das Onlineportal "The Athletic" vor kurzem, dass der Deutsch-Kanadier nicht von der Weltraumbehörde NASA um Rat gefragt wurde, als es um die nächste Mission ins All ging.

Doch Krueger ist nach einem mehrjährigen Abstecher in den Fußball seit dieser Saison Eishockey-Trainer der Buffalo Sabres in der NHL - und das überraschend eindrucksvoll gut. Der 60-Jährige hat die lange Jahre chronisch erfolglosen Sabres aus dem US-Bundesstaat New York zu neuem Leben erweckt. Mit einer jungen Mannschaft rangiert Krueger nach den ersten 13 Partien auf einem Top-Platz in der Liga. Die letzte Playoff-Qualifikation des noch titellosen Teams liegt bereits acht Jahre zurück. "Wir können mit dem ersten Monat zufrieden sein", erklärte der neue Sabres-Coach. "Es macht viel Spaß, aber auch viel Spaß, hart zu arbeiten. Die Mannschaft ist sehr hungrig."

Krueger hat in kürzester Zeit aus Buffalo wieder einen ernstzunehmenden Gegner in der besten Liga der Welt gemacht. "Ralph kam im Sommer mit einer klaren Ansage. Er hat den Spielern gesagt, was er von ihnen erwartet", sagte Generalmanager Jason Botterill. Das bestätigen die Spieler. "Unsere Meinung ist ihm wirklich wichtig. Das spüren wir und er gibt uns ein gutes Gefühl", sagte Topstar Jack Eichel. "Er hat es sehr schnell geschafft, alle auf seine Seite zu bekommen", ergänzte Stürmer Kyle Okposo. "Wenn er etwas nicht mag, sagte er es. Wenn wir etwas nicht mögen, sagen wir es."

Immer wieder im Eishockey aktiv

Den "Krueger-Effekt" nennt es "ESPN". Auch der ehemalige Schweizer Torhüter David Aebischer kennt dieses Phänomen. "Ich hatte Krueger fast zehn Jahre lang als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft kennengelernt. Er ist ein sehr, sehr guter Kommunikator und das zeichnet ihn aus. Und er ist unheimlich facettenreich", schwärmte der ehemalige Schweizer NHL-Keeper von seinem Ex-Coach.

Auch der Deutsche Eishockey-Bund wollte Krueger. 45 Länderspiele absolvierte er als Spieler für die DEB-Auswahl, 2011 sollte er nach zwölf Jahren als Schweizer Nationalcoach zum Bundestrainer ernannt werden. Doch er sagte ab, weil er lieber täglich mit einer Mannschaft arbeiten möchte. Als er nach einer erfolglosen Saison bei den Edmonton Oilers (2012/13) entlassen wurde, wechselte Krueger, facettenreich wie er ist, einfach die Sportart.

Über fünf Jahre war er danach beim englischen Fußballteam FC Southampton aktiv. Erst als Berater, dann lange Zeit als Vorstandsvorsitzender jenes Klubs, der im Jahr eins ohne Chef Krueger am vergangenen Freitag 0:9 gegen Leicester verlor. Auch neben dem Sport ist Krueger engagiert. Seit 2011 ist er Mitglied des  Weltwirtschaftsforums in Davos, hielt dort Reden und war lange auch Mitorganisator. Doch immer wieder zog es ihm zum Eishockey.

Einer der Top-Verdiener unter den Coaches

2016 führte er beim Eishockey-World-Cup in Toronto das aus Leon Draisaitl und weiteren Topspielern zusammengewürfelte Team Europa überraschend auf Platz zwei. "Eigentlich hatte ich keine Ambitionen, wieder ins Trainerbusiness zurückzukehren", sagte Krueger damals. Tochter Geena und Sohn Justin, früherer deutscher Nationalspieler, stimmten ihn um, weil sie während des Turniers in Kanada "ihren Vater lange nicht mehr so glücklich gesehen haben".

"Alles hat einen Anfang, und alles hat ein Ende", sagte Krueger nach seinem Fußball-Abstecher. "Es ist die Reise dazwischen, die man zu schätzen lernt." Im Sommer startete er in Buffalo das nächste Abenteuer. 3,9 Millionen Dollar erhält er pro Jahr bis 2022. Krueger ist damit als Trainer einer der Top-Verdiener. "Der interessanteste Mann im Eishockey", bezeichnete ihn die kanadische Zeitung "Montreal Gazette" vor dem Saisonstart. Bislang hat er die hohen Anforderungen bestens gemeistert.

 

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Boston Bruins
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Vegas Golden Knights
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Carolina Hurricanes
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Columbus Blue Jackets
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Dallas Stars
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Montréal Canadiens
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Winnipeg Jets
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Metropolitan Division
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Carolina HurricanesCarolina HurricanesHurricanes5122541522174:1462866
2Pittsburgh PenguinsPittsburgh PenguinsPenguins4920311447160:1481259
3New York IslandersNew York IslandersIslanders5018541805146:141559
4Philadelphia FlyersPhiladelphia FlyersFlyers4916251763147:155-855
5New Jersey DevilsNew Jersey DevilsDevils5017632220131:151-2054
6Washington CapitalsWashington CapitalsCapitals5121302115162:1521054
7Columbus Blue JacketsColumbus Blue JacketsBlue Jackets5014452061150:164-1453
8New York RangersNew York RangersRangers5114522460138:159-2148
Atlantic Division
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Tampa Bay LightningTampa Bay LightningLightning4825421322170:1214966
2Detroit Red WingsDetroit Red WingsRed Wings5121821622159:154566
3Montréal CanadiensMontréal CanadiensCanadiens5118821634172:169363
4Buffalo SabresBuffalo SabresSabres5022331750165:1531261
5Boston BruinsBoston BruinsBruins5122522011169:1561360
6Toronto Maple LeafsToronto Maple LeafsMaple Leafs5017701781166:166057
7Florida PanthersFlorida PanthersPanthers4922122021146:160-1453
8Ottawa SenatorsOttawa SenatorsSenators5018231970163:164-153
Central Division
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1Colorado AvalancheColorado AvalancheAvalanche483121545191:1147777
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3Minnesota WildMinnesota WildWild5119631463164:1471765
4Utah MammothUtah MammothUtah Mammoth5019702040158:1391956
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6Chicago BlackhawksChicago BlackhawksBlackhawks5016222243136:155-1947
7Winnipeg JetsWinnipeg JetsJets5018112351147:151-446
8St. Louis BluesSt. Louis BluesBlues5018012362121:171-5046
Pacific Division
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1Vegas Golden KnightsVegas Golden KnightsGolden Knights4917611375161:1501160
2Edmonton OilersEdmonton OilersOilers5120501853171:1601158
3Anaheim DucksAnaheim DucksDucks5015562130165:176-1155
4Seattle KrakenSeattle KrakenKraken4916511854137:148-1153
5San Jose SharksSan Jose SharksSharks4914922121153:173-2053
6Los Angeles KingsLos Angeles KingsKings4913431676129:139-1053
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1Colorado AvalancheNathan MacKinnon38
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3Dallas StarsJason Robertson29
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