Nachdem Uwe Gensheimer nur zehn Sekunden vor Schluss den Ball zum knappen Sieg für Paris in den rechten Winkel geworfen hatte, haderten sie in Flensburg nur kurz.
Die Niederlage sei zwar "schade", sagte Trainer Maik Machulla: "Aber ich bin sehr stolz über den fantastischen Handball meiner Jungs. Die Weiterentwicklung des Teams ist so weit gediehen, dass sie sogar gegen einen absoluten europäischen Spitzenverein bestehen kann."
Halbzeitführung nicht ins Ziel gebracht
Die SG Flensburg-Handewitt spielte an der Seine tatsächlich groß auf und hatte Paris St. Germain um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Gensheimer trotz einiger Verletzungssorgen sogar am Rande der ersten Niederlage. Doch die 15:12-Halbzeitführung brachten Holger Glandorf und Co. dann doch nicht ins Ziel. "Es war wirklich schwer", sagte Linksaußen Gensheimer, der acht Tore warf, anerkennend: "Beide Teams hätten den Sieg verdient, aber wir haben zu Hause gespielt, und ich denke, die Fans haben uns geholfen, sie in der letzten Minute zu besiegen."
Trotz der vierten Niederlage im siebten Spiel haben die Flensburger weiterhin gute Aussichten auf das Erreichen der K.o.-Runde. Schon am Mittwoch empfängt der Bundesliga-Tabellenführer das Pariser Starensemble zum Rückspiel in der Flens-Arena. "Jetzt werden wir zusammen mit unseren Zuschauern am Mittwoch Druck und Begeisterung aufbauen - und dann zwei Punkte holen", sagte Machulla.
Machulla überragt
Die Flensburger fühlten sich in ihrer Außenseiterrolle in Paris sichtlich wohl: Von Beginn an hatte der deutsche Meister PSG gut im Griff, Flensburg agierte angeführt von dem "überragenden" (Machulla) Simon Jeppsson äußerst effektiv und ging mit drei Toren Vorsprung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel setzten die Norddeutschen ihre hochkonzentrierte Leistung zunächst fort. Doch sie waren nur 55 Minuten lang das bessere Team. Denn nach und nach kam die Pariser Offensive besser in Schwung, während Flensburg auf der Gegenseite Abschlussschwächen offenbarte.
6:59 Minuten vor Ende der Partie gingen die Franzosen nach zwischenzeitlichem Vier-Tore-Rückstand durch einen Siebenmeter Gensheimers erstmals in Führung. Und am Ende hatte der 32-Jährige auch die Nerven, den letzten Wurf eiskalt zu verwandeln.
























