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Eisbären bringen Serienmeister München zum Wanken

Berlin zauberte eine beeindruckende Aufholjagd auf das Eis
Berlin zauberte eine beeindruckende Aufholjagd auf das Eis
Foto: © getty, Alexander Hassenstein
25. April 2018, 13:13

Die Eisbären Berlin haben im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen Red Bull München den Showdown erzwungen. Der Titelverteidiger wankt gewaltig.

Sekt oder Selters, Titel oder Trauma: Nach einer kaum für möglich gehaltenen Aufholjagd der Eisbären Berlin im Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga gegen Red Bull München kommt es am Donnerstag (ab 19:30 Uhr im Liveticker) tatsächlich zum Alles-oder-nichts-Spiel. Ein ultimativer Höhepunkt, den die wohl spannendste Finalserie der DEL-Geschichte auch verdient hat.

"Jetzt haben wir den großen Showdown", sagte Münchens Olympiaheld Patrick Hager - und den hat sich der Titelverteidiger selbst eingebrockt. Der Meister der vergangenen zwei Jahre vergab beim 3:5 (1:1, 0:1, 2:3) in Berlin auch den zweiten "Matchball" im Duell mit dem DEL-Rekordchampion.

Die anfangs so souveräne Mannschaft von Meistercoach Don Jackson wackelt plötzlich gewaltig, während die von Uwe Krupp trainierten Eisbären mit breiter Brust nach München reisen.

"Jeder hat uns schon abgeschrieben", sagte Stürmer Martin Buchwieser: "Wahnsinn, wie wir zurückgekommen sind." In der Münchner Eissporthalle würde Berlin mit seinem achten Titel zudem DEL-Geschichte schreiben: Noch nie hat ein Finalist einen 1:3-Rückstand noch in ein 4:3 gedreht. In den Playoffs ist das einzig den Frankfurt Lions vor zehn Jahren gelungen (Viertelfinale gegen Iserlohn).

Momentum sprich für Berlin

"Die Jungs können stolz auf das sein, was sie erreicht haben", sagte Krupp nach dem verdienten Heimsieg am Dienstagabend. Derzeit spreche "das Momentum und der berühmte Schwung" für sein Team, sagte der ehemalige Bundestrainer, "aber das kann sich schnell ändern."

Denn in dieser verrückten Finalserie ist nichts sicher. "Wenn man nach einem 1:3 zurückkommt", sagt Stürmer Andre Rankel, "kann man das verrückt nennen."

Die Münchner lecken derweil ihre Wunden. "Wir müssen das abschütteln, wir haben jetzt Spiel sieben, und da kann alles passieren", sagte DEL-Rekordtorschütze Michael Wolf.

Der Kapitän der "Bullen" zeigte sich für den Showdown "sehr zuversichtlich", und auch Hager behauptete steif und fest, man werde trotz der zweiten Niederlage in Folge "mit breiter Brust nach Hause fahren".

Strafzeiten als entscheidender Faktor

Eishockeyprofis müssen das vor einem siebten Finalspiel sagen, wer ans Verlieren denkt, hat oft schon verloren. Der Heimvorteil spricht auch für München, das Momentum jedoch für Berlin.

Angesichts der bisherigen Eindrücke scheint klar, wer am Ende die Silbertrophäe in die Höhe stemmen wird: derjenige, der sich weniger Strafzeiten erlaubt.

Spiel sechs gaben die Münchner aufgrund eigener Undiszipliniertheiten aus der Hand. "Die Strafen rauben uns sehr viel Kraft", sagte Hager. Kraft, die womöglich bei den eigenen Überzahlspielen gefehlt hat, denn im Powerplay offenbarte München ungewohnte Schwächen.

Dass sie den Berlinern auch am Donnerstag diesen Gefallen tun, glaubt Eisbären-Trainer Krupp nicht. Einen Favoriten sieht er auch nicht: "Es geht wieder bei 0:0 los."

44. Spieltag
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Kölner Haie
Kölner Haie
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1
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Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
Frankfurt
4
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Di, 27.01.
Beendet
Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
2
0
1
1
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
2
0
1
1
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Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
3
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1
1
1
19:30
Di, 27.01.
n.V.
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ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
4
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3
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Dresdner Eislöwen
Dresdner Eislöwen
Dresden
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
1
0
1
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
2
1
0
1
19:30
Di, 27.01.
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Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
3
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1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
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0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
3
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EHC München
EHC München
München
1
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Di, 27.01.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Kölner HaieKölner HaieKölner Haie443103811168:11256101
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim4426131121156:1045289
3ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt4425321400176:1225485
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen4425211312149:1113884
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing4426111510153:1233083
6Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven4420311811137:136170
7Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin4417421722143:140367
8Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg4418201833132:123964
9Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg4417202113138:147-959
10Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.4416032230122:135-1357
11Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg4412321953124:154-3054
12Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn4411322512106:140-3446
13Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt4411202623106:169-6342
14Dresdner EislöwenDresdner EislöwenDresden44511334086:180-9423
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#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinLiam Kirk030
2ERC IngolstadtRiley Barber026
Kölner HaiePatrick Russell026
4Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls022
5Straubing TigersNick Halloran020