Mit einem packenden 6:5-Sieg nach Verlängerung konnten die Eisbären Berlin den ersten Matchball von Red Bull München im Kampf um die deutsche Eishockey-Krone abwehren. Am Dienstag (19:30 Uhr im Liveticker) sind die Hauptstädter vor heimischer Kulisse allerdings erneut zum Siegen verdammt.
Die Vorzeichen sind jedoch nicht die besten. Der Titelverteidiger aus München hat seit beinahe drei Jahren kein Final-Auswärtsspiel in den Playoffs mehr verloren. In der laufenden Serie gewann man Spiel zwei in Berlin mit 5:4, Spiel vier entschieden die Bullen mit 4:2 für sich.
Die Eisbären setzen derweil auf das psychologische Plus: "Ich denke, dass das einen kleinen Knacks gegeben hat bei München", gab Berlin-Stürmer Marcel Noebels nach dem zurückliegenden Krimi in München zum Besten. "Playoffs sind immer Kopfsache", pflichtet ihm Kapitän André Rankel gegenüber der "Berliner Morgenpost" bei.
Aussagen, die vermuten lassen, dass der Rekordmeister aus Berlin für ein weiteres Kapitel DEL-Historie bereit ist. Noch nie hat eine Mannschaft in einer Finalserie ein 1:3 aufgeholt und ist noch Meister geworden.
In der deutschen Playoff-Geschichte war so ein Kunststück zuvor nur 2008 im Viertelfinale den Frankfurt Lions gegen Iserlohn gelungen.
Red Bull München hofft auf Rekordhalter Jon Matsumoto
Apropos einzigartig: Münchens Jon Matsumoto könnte einer der Stolpersteine der Aufholjagd der Eisbären werden. Der Kanadier verbuchte mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 4:4 im fünften Spiel bereits seinen zehnten Scorerpunkt (5 Tore, 5 Vorlagen) der laufenden Finalserie - Rekord.
"Jon ist ein super Spieler, der die Fähigkeiten hat, den Gegner im Eins-gegen-eins zu schlagen. Gleichzeitig hat er aber auch immer das Auge für den besser positionierten Spieler. Das macht es für mich auch einfacher, auf dem Eis Räume zu finden", wird Sturmkollege Maximilian Kastner auf Matsumoto angesprochen auf der Homepage der Bullen zitiert.



















