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Abstiegskampf statt Europa für Stöger und Nouri

Peter Stöger nach dem Spiel gegen Werder Bremen
Peter Stöger nach dem Spiel gegen Werder Bremen
Foto: © getty, Dean Mouhtaropoulos
23. Oktober 2017, 12:54

Beim 0:0 im Kellerduell zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen wurden die großen Probleme der Teams deutlich. Die beiden Trainer Peter Stöger und Alexander Nouri glauben dennoch, dass sie die Wende einleiten können - wenn sie denn dürfen.

Nach dem nächsten bitteren Rückschlag blieb Peter Stöger nur noch der Galgenhumor. "Vor ein paar Monaten saßen mein Kollege aus Bremen und ich hier, da ging es um den Europapokal", sagte der Trainer des 1. FC Köln und schüttelte nachdenklich den Kopf: "Nun müssen wir Not gegen Elend erklären."

Mit seiner Analyse brachte es der Österreicher auf den Punkt. Das 0:0 im Kellerduell gegen Werder Bremen war nicht nur eines der unansehnlichsten Spiele der gesamten Saison mit haarsträubenden Fehlern auf beiden Seiten - es zeigte vor allem, wieso beide Teams am Tabellenende stehen.

Guirassy vergibt "Torchance des Jahres"

Sinnbildlich dafür stand beispielsweise FC-Stürmer Sehrou Guirassy, der den Ball in den Schlussminuten am leeren Tor vorbeistolperte - Stöger und der verletzte Claudio Pizarro auf der Bank schlugen entsetzt die Hände vors Gesicht.

Die "Bild-Zeitung" bezeichnete diese Szene als "Kölschen Super-Bock", der "Stern" schrieb von "der Torchance des Jahres".

Stöger ist wie sein Bremer Kollege Alexander Nouri auch nach neun Spieltagen sieglos - dennoch gaben sich beide Trainer demonstrativ kämpferisch. "Wenn ich sehe, was diese Mannschaft abliefert", sagte Stöger, "das ist ein Zeichen, dass wir gerne zusammenarbeiten. Es heißt: weitermachen, weitermachen. Die Jungs sind total willig und giftig, das zu korrigieren, was wir in der Anfangsphase der Meisterschaft nicht gut gelöst haben."

Auch Nouri meinte: "Irgendwann müssen wir dieses Erfolgserlebnis einfach erzwingen."

Arbeitet Schmadtke schon an Plan B?

Fraglich ist nur, wie viel Zeit den beiden Trainern bleibt. Laut FC-Sportchef Jörg Schmadtke führt der Klub derzeit keine Diskussion um den Trainer: "Und das bleibt auch so - auch wenn es vielleicht ungewöhnlich ist."

Nach Informationen des Kölner "Express" soll Schmadtke aber doch bereits an einem Plan B arbeiten - falls Stöger die Wende nicht schnell gelingt. Der ehemalige Schalker und Augsburger Coach Markus Weinzierl soll ein Kandidat sein.

Auch Werder-Geschäftsführer Frank Baumann erhöhte den Druck auf Nouri und bezeichnete die "nächsten zwei, drei Wochen" als "entscheidend": "Da müssen wir punkten."

Schon am Mittwoch geht es im DFB-Pokal für Köln bei Hertha BSC (18:30 Uhr) und für Werder gegen 1899 Hoffenheim (20:45 Uhr) weiter.

Stöger: "Werde den Platz nie räumen"

Hoffnung und Zuversicht schöpfen Stöger und Nouri ausgerechnet aus der trostlosen Nullnummer. "Wenn ich unsere Möglichkeiten sehe", meinte Stöger: "Wenn wir die Tore machen, dann können wir da unten rauskommen. Da wäre ich gerne dabei." Auch Nouri lobte Einstellung und Moral seines Teams.

Nur: Irgendwann verlieren auch die positivsten Spieler den Glauben an die Wende. Es hilft einzig ein Erfolgserlebnis, auch, um die psychologische Blockade zu lösen. "Insgesamt kennen die wenigstens Spieler in Köln eine derartige Drucksituation", sagte Motivationscoach Matthias Herzog dem "SID": "Wer mit Rückschlägen umgehen will, braucht die Erfahrung aus anderen Rückschlägen."

Das weiß auch Stöger, der trotz der Misere weitermachen will. "Ich kann und werde nie den Platz räumen, wenn ich nicht weiß, dass es eine zweite und ideale Lösung für diesen Klub gibt", sagte er: "Alles andere wäre schwachsinnig und egoistisch."

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