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Marathon-Match im DEL-Finale: "Wirklich brutal"

München und Wolfsburg im Zweikampf um den Puck
München und Wolfsburg im Zweikampf um den Puck
Foto: © getty, Sebastian Widmann
10. April 2017, 15:10

Die Münchner Kufen-Überstundler wussten, warum sie vor dem Duell um die deutsche Meisterschaft so vor Wolfsburg gewarnt hatten.

Von einer ausgelassenen Feier nach dem Auftakterfolg im längsten Finalspiel der Deutschen Eishockey Liga war beim EHC Red Bull daher keine Spur. Zu sehr hatten die mehr als 96 Minuten beim 3:2-Sieg in der zweiten Verlängerung in den Knochen gesteckt, außerdem war es ja erst der erste von vier notwendigen Erfolgen.

Unmittelbar nach dem Heimmatch galt es beim Titelverteidiger, den Fokus auf Spiel zwei am Dienstag in Wolfsburg zu legen. "Da wird es dann noch aggressiver", prognostizierte Dominik Kahun.

Der Nationalspieler war mit seinem Tor in der Overtime zum gefeierten Mann geworden. Mehr als ein kurzer Teamjubel auf dem Eis und ein paar Schulterklopfer in der Kabine gab es aber nicht für den 21 Jahre alten Stürmer. "Das war das anstrengendste Spiel, das ich jemals gespielt habe. Das war wirklich brutal", resümierte Kahun.

Mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze berichtete er im Kabinengang des Olympia-Eisstadions: "Ich hatte nicht mal mehr die Kraft zum Jubeln."

Aufopferungsvoller Kampf gegen spielerische Defizite

Das Duell Red Bull gegen die Grizzlys Wolfsburg schickt sich an, viel spannender und umkämpfter zu werden als noch die Endspielserie vom Vorjahr, als München ein 4:0 gelungen war. "Wir leben für solche Momente", sagte Verteidiger Florian Kettemer am Sonntagabend nach dem späten Münchner Happy End im achtlängsten Spiel der DEL-Historie.

Wolfsburgs Trainer Pavel Gross bemühte sich, den so späten Gegentreffer schnellstmöglich abzuhaken. Psychologisch sei dieses 2:3 nicht schlimmer als eine Niederlage nach regulärer Spielzeit, sagte er. "In den Playoffs ist es egal, ob du 9:1 verlierst oder nach Overtime. Natürlich arbeitet und ackert man und wird nicht belohnt."

Die finale Marschrichtung der Wolfsburger als Außenseiter wurde schon in Spiel eins der Serie deutlich. Mit aufopferungsvollem Kampf wollen sie die spielerischen und individuellen Defizite wettmachen - genauso wie ihnen das schon im Halbfinale gegen Nürnberg gelungen war. "Die hören einfach nicht auf zu laufen", erkannte auch Münchens Kahun.

"Starke Teams wissen, wie man so eine Niederlage aus dem Gedächtnis löscht"

Disziplinlosigkeiten und daraus resultierend zwei Gegentore in Unterzahl brachten die Grizzlys aber um den möglichen Erfolg. "Wir haben viel zu viele Strafzeiten mit dem Schläger genommen, das darf nicht passieren und muss besser werden", erkannte Gross.

Dass die Wolfsburger durch die achte Niederlage in ihrem insgesamt achten Spiel einer DEL-Finalserie geschwächt werden, glaubt auch Münchens Coach Don Jackson nicht. "Starke Teams wissen, wie man so eine Niederlage aus dem Gedächtnis löscht", sagte er. Und Wolfsburg sei eine starke Mannschaft, "die hängen sich voll rein".

Die entscheidende Frage wird sein, ob Wille und Leidenschaft allein gegen die Münchner Klasse reichen. Die Statistiken von Spiel eins waren deutlich: München gab 106 Schüsse ab, 54 davon auf das Tor. Bei Wolfsburg waren es 41 Abschlüsse insgesamt, und nur 26 davon musste Nationaltorhüter Danny aus den Birken entschärfen.

Auch wenn sich die Grizzlys in der Rekord-Overtime von München am Ende kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien konnten, soll das Finale nicht über die Kondition entschieden werden. "Kraft ist immer ein Faktor", sagte Gross. "Aber wir haben noch höchstens 14 Tage, da müssen wir einfach unseren Tank entleeren und alle Kräfte hineinwerfen."

44. Spieltag
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Kölner Haie
Kölner Haie
Kölner Haie
1
0
1
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Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
Frankfurt
4
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0
4
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
2
0
1
1
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
2
0
1
1
0
Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
3
0
1
1
1
19:30
Di, 27.01.
n.V.
Beendet
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
4
0
3
1
Dresdner Eislöwen
Dresdner Eislöwen
Dresden
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
1
0
1
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
2
1
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
3
1
1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
0
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
3
0
2
1
EHC München
EHC München
München
1
1
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0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Kölner HaieKölner HaieKölner Haie443103811168:11256101
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim4426131121156:1045289
3ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt4425321400176:1225485
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen4425211312149:1113884
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing4426111510153:1233083
6Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven4420311811137:136170
7Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin4417421722143:140367
8Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg4418201833132:123964
9Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg4417202113138:147-959
10Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.4416032230122:135-1357
11Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg4412321953124:154-3054
12Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn4411322512106:140-3446
13Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt4411202623106:169-6342
14Dresdner EislöwenDresdner EislöwenDresden44511334086:180-9423
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#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinLiam Kirk030
2ERC IngolstadtRiley Barber026
Kölner HaiePatrick Russell026
4Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls022
5Straubing TigersNick Halloran020