Am Wochenende steht in Sao Paulo das viertletzte Rennen der diesjährigen Formel-1-Saison auf dem Programm. Während man bei Mercedes gerade erst die WM-Feierlichkeiten beendet hat, hängt bei Ferrari der Haussegen weiterhin mächtig schief.
Denn bei Lewis Hamilton ist der Ärger über den harten Zweikampf mit Teamkollege Charles Leclerc offenbar noch nicht verflogen. "Natürlich war ich frustriert, und ich bin immer noch frustriert", sagte der Brite vor dem Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 18.00 Uhr MEZ/Sky). "Es müssen also Gespräche geführt werden. Das werden wir tun, sobald es die Zeit erlaubt", erklärte der Rekordweltmeister.
Am vergangenen Wochenende hatten die beiden in Mexiko mit harten Bandagen um Platz eins gekämpft - und dadurch Red-Bull-Star Max Verstappen den Sieg auf dem Silbertablett serviert.
Hamilton sah die Schuld eindeutig bei Leclerc und attackierte Leclerc überraschend deutlich. Der Monegasse sei 29 Jahre alt, "also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt. Ich denke, es ist eine Mentalitätsfrage. Es ist wie alles oder nichts, entweder ich gewinne oder keiner von uns und so sollte es nicht sein", sagte der siebenmalige Weltmeister nach dem Rennen.
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Natürlich gebe es Momente, "in denen man Dinge sagt, die man hinterher vielleicht bereut. Aber ich bereue nichts, und ich werde mich niemals dafür entschuldigen, authentisch und ehrlich zu sein", führte Hamilton nun Tage später aus. "Ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen. Ich habe mich noch nie zum Schweigen bringen lassen", so Hamilton.
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Hamilton legt nach
Doch damit nicht genug: Hamilton legte auf Nachfrage weiter gegen seinen Teamkollegen nach. "Ich sehe, was ihr seht. In Singapur war er in Kurve eins (gegen Max Verstappen, d. Red.) ganz innen, hatte die Führung übernommen und ist dann vom Gas gegangen. Das war definitiv anders", warf der 41-Jährige Leclerc vor, gegen Fahrer aus anderen Teams weniger hart zu kämpfen.
Laut Hamilton habe Leclerc dies aber auch schon mit seinen früheren Teamkollegen Sebastian Vettel und Carlos Sainz so gehandhabt. Und so glaube er nicht, "dass sich alles in einer einzigen Besprechung klären und regeln lässt", sagte Hamilton bei "Sky".
"Aber es ist wichtig. Was wir jetzt aufbauen, wird uns für das nächste Jahr in die richtige Position bringen." In gewisser Weise sei er "froh, dass wir diese Erfahrung gemacht haben", meinte der siebenmalige Champion, weil das Team "daraus lernen" und "nur noch stärker werden" könne.





