Was für ein Tennis-Drama: Jan-Lennard Struff hat seinen zweiten Final-Einzug auf der ATP-Tour binnen acht Tagen auf bittere Weise verpasst.
Der 36-Jährige vergab im Halbfinale des Hallenturniers von Basel gegen den Tschechen Jiri Lehecka einen Matchball und unterlag trotz einer erneut bärenstarken Leistung 6:3, 5:7, 4:6.
In der Vorwoche hatte Struff im engen Endspiel von Brüssel gegen den Niederländer Tallon Griekspoor verloren.
Der Deutsche, der im vierten Aufeinandertreffen mit Lehecka die vierte Niederlage kassierte, darf sich mit rund 140.000 Euro Preisgeld und dem Sprung in der Weltrangliste von Platz 47 auf 39 trösten. Der Titelgewinn 2024 in München bleibt jedoch sein vorerst einziger.
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Lehecka spielt am Sonntag gegen den Monegassen Valentin Vacherot in seinem neunten Finale um seinen dritten Karriere-Titel. 2026 hat er die Endspiele von Miami (gegen Jannik Sinner) und Tokio (gegen Carlos Alcaraz) verloren.
Matchball im zweiten Satz bleibt ungenutzt
Zwei Tage nach seinem Überraschungssieg gegen Superstar Novak Djokovic war Struff im Duell mit dem aktuellen Weltranglisten-21. hellwach, nahm dem zwölf Jahre jüngeren Lehecka sogleich den Aufschlag ab. Bei seinem eigenen Service ließ er erneut lange kaum etwas zu.
In einem deutlich engeren zweiten Durchgang vergab der Routinier bei 5:4 einen Matchball und kassierte danach das entscheidende Break. Lehecka legte nach, startete mit dem nächsten Break in den Entscheidungssatz.
Struff rannte dem Rückstand vergeblich hinterher, auch weil Lehecka immer besser aufschlug und letztlich 22 Asse servierte.
Deutsche Davis-Cup-Hoffnung lebt
Und doch machen die starken deutschen Ergebnisse zum Saisonende Hoffnung auf eine erfolgreiche Davis-Cup-Endrunde. Im Viertelfinale trifft das DTB-Team am 26. November auf Großbritannien. Das erklärte Ziel: der erste Titelgewinn seit 1993.
Neben dem neuen Weltranglistenersten Alexander Zverev, der am Samstag das Halbfinale in Wien ebenfalls knapp verlor, und Struff ist auch das Weltklasse-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz in Bologna dabei. Ein Aufgebot, das sich ohne Frage sehen lassen kann.












