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"Das wäre kein sportlicher Moment"

Tennis-Superstar Sinner wird emotional

Jannik Sinner muss derzeit verletzt pausieren
Jannik Sinner muss derzeit verletzt pausieren
Foto: © IMAGO/Fabio Ferrari/LaPresse
28. Oktober 2026, 16:57
sport.de
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Jannik Sinner wird die Führung in der Tennis-Weltrangliste in den kommenden Wochen an Alexander Zverev verlieren. Der Italiener bestritt sein letztes Match im Juni, als er das Finale von Wimbledon gegen den Deutschen gewann - dann zwang ihn sein Körper zu einer Pause und letztlich zum vorzeitigen Ende der Saison. Nun hat sich der Italiener zu dem Moment in seinem Leben geäußert, den er am liebsten vergessen möchte. Mit Sport hat dieser allerdings gar nichts zu tun.

"Das wäre kein sportlicher Moment", stellte Tennis-Superstar Jannik Sinner im Interview mit "La Repubblica" damit konfrontiert, welchen Moment in seinem Leben er am liebsten "auslöschen" würde, klar.

Zugesetzt hat den Südtiroler ein ganz anderes einschneidendes Erlebnis in seinem Leben: "Ich würde am liebsten alles auslöschen, was ich an dem Tag empfand, als ich von zu Hause wegging. Der Herzschmerz, mit dreizehneinhalb in Mailand Abschied von meinem Vater zu nehmen, weil sich unsere Wege trennten und ein Faden riss. Wir trennten uns, und ich weinte über die Trennung, aber er auch. Ich hätte gut auf diesen Tag verzichten können; die Gefühle waren zu heftig", so der 25-Jährige.

"... ganz zu schweigen von Djokovic"

Dennoch glaubt Sinner nicht, dass ein früher Start in das Leben als Profisportler von Nachteil sein muss.

"Warum sollte man Teenagern eine so schöne Geschichte verwehren?", fragt Sinner mit Blick auf einige mahnende Stimmen, die zuletzt betonten, dass Erfolge für sehr junge Sportler und Sportlerinnen auch eine (zu) große soziale und emotionale Herausforderung darstellen könnten.

"Es gibt ein Alter, in dem Sport einem eine Stimme gibt und zum Werkzeug wird, um sich selbst besser kennenzulernen und zu wachsen. [...] In vielen anderen Bereichen wird man kritisiert, weil man noch nicht alt genug ist, aber der Sport bietet Chancen, ohne zu urteilen oder nach dem Ausweis zu fragen. Schaut euch Lamine Yamals Saison an, Weltmeister mit Spanien mit 19. Warum sollte man Angst haben, dass zu viel Jugend Probleme verursacht?", gibt Sinner seinen Blick auf die Lage preis.

Und weiter: "Wenn jemand Erfolg verdient, sehe ich kein Problem, genauso wie Messi und Cristiano Ronaldo das Recht haben, auf dem Platz zu stehen, auch wenn sie keine Teenager mehr sind, ganz zu schweigen von Djokovic."

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