Normalerweise ist Mario Basler nicht dafür bekannt, bei Joshua Kimmich Milde walten zu lassen. Nach dem jüngsten Trauerfall im engsten Familienkreis des Bayern-Stars zeigte der Ex-Nationalspieler jedoch Mitgefühl und verzichtete auf die gewohnte Kritik.
"Mein herzliches Beileid. Ich weiß, wie schwer das ist. Mein Papa hatte mit 63 Jahren einen Herzinfarkt und ist über Nacht verstorben. Das ist schwierig zu verarbeiten", richtete sich der 57-Jährige in seinem Podcast "Basler ballert" an Kimmich.
Der Europameister von 1996 ergänzte: "Deshalb soll sich jeder die Zeit nehmen, die er dafür braucht. Es gibt am Schluss immer noch wichtigere Dinge, als ein Fußballspiel zu verlieren. Gesundheit und Familie stehen über allem."
Im DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist 1. FC Magdeburg wird Kimmich dem FC Bayern am Mittwoch (20:45 Uhr) noch einmal fehlen, im Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund könnte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft aber wieder dabei sein.
Erinnerungen an Königsklassen-Drama des FC Bayern
Basler nutzte die Gelegenheit, um noch einmal zu verdeutlichen, dass Fußball schlussendlich doch nur die schönste Nebensache der Welt ist. Dabei erinnerte er an das dramatisch verlorene Champions-League-Endspiel 1999 mit dem FC Bayern.
Man habe damals "ein Fußballspiel verloren, keine Familienmitglieder und keinen Krieg", stellte der frühere Mittelfeldspieler klar: "Im Fußball wird manchmal so getan, als wäre eine Niederlage eine Katastrophe. Aber wenn es um Gesundheit oder die Familie geht, dann sieht man, was wirklich wichtig ist. Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen."
Noch zu Monatsanfang hatte Basler weitaus weniger mitfühlende Worte für Kimmich übrig gehabt. Nach den ersten Länderspielen der DFB-Auswahl unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zählte er den Routinier an.
Sobald Kimmich auf dem Platz stünde, sei das deutsche Spiel "langsam", bemängelte Basler: "Weil er von hinten nach vorne rennt, von vorne nach hinten rennt, rechts und links rüberrennt und den Ball ganz langsam durchs Mittelfeld dribbelt."


























