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Geht die Durststrecke weiter?

Große Sorgen um das deutsche Tennis

Sorgt sich um das deutsche Frauen-Tennis; Angelique Kerber
Sorgt sich um das deutsche Frauen-Tennis; Angelique Kerber
Foto: © IMAGO/Steffie Wunderl
20. Oktober 2026, 17:43
sport.de
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Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber sorgt sich um die Zukunft des deutschen Frauen-Tennis.

"Die Entwicklung des Damentennis lässt auf sich warten und wir brauchen wohl noch ein bisschen Geduld, um die ein oder andere wieder als Grand-Slam-Siegerin zu begrüßen", sagte Kerber im Rahmen der Verkündung als Gewinnerin des Pegasos-Preises, den sie Anfang November beim Sportpresseball erhalten wird.

Trotzdem, führte die 38-Jährige aus, versuche sie mit ihrer Erfahrung "der Jugend etwas mitzugeben. Wir haben inzwischen auch viele Turniere in Deutschland - und ich hoffe, dass das die Motivation der jungen Spielerinnen hochtreibt."

Mit Tamara Korpatsch (56.) und Tatjana Maria (69.) rangieren aktuell lediglich zwei deutsche Spielerinnen in den Top 100 der Tennis-Weltrangliste.

"Ohne Disziplin, harte Arbeit kommt man nicht nach ganz oben", betonte Kerber. "Willen und mentale Stärke sind das A und O. Man muss hart trainieren, um den Erfolg zu haben."

Die frühere Weltranglistenerste wird beim Sportpresseball als "Legende des Sports" ausgezeichnet - eine Ehrung, die ihr viel bedeutet. "Ich habe für mich immer gesagt, wenn ich mal aufhöre, möchte ich als Sportlerin gesehen werden, die immer alles gegeben und ihr Herz auf dem Platz gelassen hat und trotzdem die Gleiche geblieben ist", sagte Kerber.

Der Ex-Tennis-Star betonte auch die Bedeutung eines guten Umgangs mit Schwächephasen. "Dass man mal in ein Loch fällt, ist normal, man kann nicht die komplette Karriere auf hohem Niveau spielen. Es gibt immer Aufs und Abs - so wie im Leben", sagte Kerber.

Auch dank dieses Wissens habe sie es geschafft, "alle meine Träume" zu erreichen. "Besser geht es nicht."

Tennis: Wimbledon-Triumph war Kerbers "Kindheitstraum"

Kerber blickte auch zurück auf ihre eigene Karriere. Durch ihren ersten Grand-Slam-Titel, 2016 bei den US Open, habe sich ihr "Leben komplett verändert", erzählte sie.

Im selben Jahr siegte sie auch bei den US Open und wurde dadurch erstmals die Nummer 1. "Das war schon sehr speziell und werde ich nie vergessen", berichtete Kerber.

Zwei Jahre später gelang ihr der Triumph bei ihrem Lieblingsturnier in Wimbledon. "Das war ein Kindheitstraum von mir und deshalb ein besonderer Titel für mich", sagte Kerber.

Sie erklärte: "Tennis war mein Leben. Ich habe es geliebt - und liebe es immer noch. Es macht immer noch Freude, auf dem Platz zu stehen."

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