Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat nach dem 2:2 des FC Bayern im Bundesligaspiel beim FC Augsburg die Abteilung Attacke wieder eröffnet. Ins Visier des Klub-Patrons gerieten aber nicht die Stars des deutschen Rekordmeisters, sondern die Fußball-Dachverbände FIFA und UEFA.
"Wir sind der große Leidtragende der langen WM. Unsere Spieler kamen erst sehr spät, mussten dann in den Urlaub gehen", polterte Hoeneß bei "Bild".
Der 74-Jährige legte nach: "Ich finde es von der UEFA eine Katastrophe, nach vier Wochen Liga-Betrieb dann schon wieder eine zweiwöchige Länderspielpause zu machen. Wir hatten 18 Spieler auf Reisen, dass da der Rhythmus verloren geht, ist ganz normal. Die Vereine müssen sich endlich mal durchsetzen, denn wir bezahlen die Spieler, nicht die Nationalteams. Dass so ein alberner Wettbewerb wie die Nations League den Vorrang hat, das ist der Witz des Jahres."
Vereinspräsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer pflichtete Hoeneß am Sonntag bei. "Keine andere Mannschaft in der Bundesliga und auch international ist so belastet wie wir es waren. Unsere Nationalspieler sind mehr beansprucht als die Gegner in der Bundesliga. Das hat man gestern auch gemerkt", sagte der 72-Jährige.
In Augsburg hatte Torhüter Manuel Neuer mit einem haarsträubenden Patzer das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte durch Robin Fellhauer nach 8,4 Sekunden eingeleitet.
Ismael Saibari (55.) glich für den FC Bayern aus, ehe Rodrigo Ribeiro (64.) die Gastgeber erneut in Führung brachte. Immerhin rettete der eingewechselte Nationalspieler Nathaniel Brown (80.) noch das Remis für die Münchner.
FC Bayern kann BVB-Patzer nicht nutzen
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Den Patzer von Borussia Dortmund, das 2:2 gegen Werder Bremen am Freitag, konnte der FC Bayern damit nicht nutzen. Der BVB blieb vorerst Tabellenführer.
"Es zählt, wer am Saisonende vorne ist, und das wird der FC Bayern sein", betonte Hainer mit Blick auf das Titelrennen allerdings.
Der frühere Adidas-CEO erklärte: "Die Dortmunder machen es gut. Die ganze Nation wünscht sich einen spannenden Wettbewerb. Aber ich bin absolut überzeugt von unserer Mannschaft. Ich mache mir keine großen Sorgen."




























