Paukenschlag in Italien: Die Serie A hat nach gerade einmal drei Spieltagen ihren ersten Trainerwechsel.
Wie Erstligist AC Florenz am späten Sonntagabend in einer kurzen Mitteilung bekannt gab, muss Fabio Grosso "mit sofortiger Wirkung" schon wieder seinen Hut nehmen. Der 48-Jährige war erst im Sommer auf Paolo Vanoli gefolgt.
In der Serie A überstand der Weltmeister von 2006 somit nur drei Spieltage beim Krisenklub. Nach dem souveränen Einzug in die zweite Pokalrunde gegen Zweitligist Benevento (4:1) war die Viola unter Grosso zum Ligastart Ende August gegen AS Rom und Frosinone unter die Räder gekommen. In der Hauptstadt setzte es eine 0:4-Klatsche, zuhause gegen den Aufsteiger eine herbe 0:3-Niederlage.
Nun wurde Grosso das 1:2 (0:0) am Samstag gegen den FC Turin zum Verhängnis. Mateo Pellegrino (48.) hatte zwar das erste Tor für Florenz in dieser Saison erzielen können. Rolando Mandragora (74.) und Ché Aams (82.) drehten die Partie in der Toskana jedoch. Somit rangiert die Fiorentina ohne Punkt und mit 1:9 Toren am Tabellenende der Serie A.
Dritter Trainerwechsel seit Erfolgscoach Palladino
Fabio Grosso hatte im Sommer in Florenz, dem Ex-Klub von Schalke-Neuzugang Robin Gosens, einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Zuvor stand der 48-Jährige bei US Sassuolo unter Vertrag, der mit vier Punkten deutlich besser gestartet ist.
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Mit der italienischen Nationalmannschaft hatte Grosso auf dem Weg zum WM-Titel 2006 dem deutschen Sommermärchen ein jähes Ende bereitet. Der einstige Linksverteidiger, der im Laufe seiner Karriere unter anderem für Inter und Juventus gespielt hat, sorgte dabei nicht nur für das vorentscheidende 1:0 im Halbfinale gegen die DFB-Elf, sondern verwandelte im Endspiel auch den finalen Elfmeter gegen Frankreich.
In Florenz brennt derweil schon seit rund einem Jahr der Baum. In der Vorsaison zählte Florenz lange zu den Abstiegskandidaten, rettete sich letztlich aber noch auf Platz 15. Seit dem Abgang von Erfolgstrainer Raffaele Palladino im vergangenen Sommer, der den Klub in der Saison 2024/25 in der Liga auf Platz sechs und in der Conference League bis ins Halbfinale geführt hatte, scheiterten auch Stefano Pioli und Paolo Vanoli beim zweifachen Meister.



























