Suche Heute Live
US Open
Artikel teilen

US Open
Tennis
(M)

"Will es nicht zu laut betonen, aber ..."

Boris Becker mit bitterer Zverev-Prognose

Droht Alexander Zverev bei den US Open ein frühes Aus?
Droht Alexander Zverev bei den US Open ein frühes Aus?
Foto: © IMAGO/Leslie Billman
26. August 2026, 11:56
sport.de
sport.de

Bei den anstehenden US Open ist Alexander Zverev nach der Absage von Jannik Sinner an Nummer eins gesetzt und gehört damit zu den ganz großen Favoriten auf den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres. Tennis-Ikone Boris Becker sorgt sich allerdings, dass die Nummer zwei der ATP-Weltrangliste sich mit Blick auf einen möglichen Triumph in New York selbst zu viel Druck macht.

Den ganz großen Druck, erstmals in seiner Karriere ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen, hat Alexander Zverev bereits bei den French Open in Paris überwunden. Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon schrammte die deutsche Nummer eins mit einer Finalniederlage gegen Tennis-Dominator Jannik Sinner nur hauchzart am nächsten Coup vorbei, der nun bei den anstehenden US Open gelingen soll.

Und die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Sinner musste seinen Start in Flushing Meadows verletzungsbedingt absagen, Carlos Alcaraz ist nach seiner monatelangen Pause wegen Problemen am Handgelenk eine Wundertüte. Als topgesetzter Spieler geht der gebürtige Hamburger somit in das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Boris Becker sieht darin auch eine Gefahr für Zverev.

US Open: Macht sich Alexander Zverev "zu viel Druck"?

"Wenn die Hauptkonkurrenten, und das ist dann für ihn als Nummer eins des Turniers Carlos Alcaraz, ein bisschen kränkeln oder nicht fit sind, dann muss er zuschlagen und dann muss er gewinnen", erklärte die deutsche Tennis-Ikone im gemeinsamen Podcast mit Ex-Profi Andrea Petkovic und schob hinterher: "Aber ich spüre so, dass er sich jetzt vielleicht zu viel Druck macht aufgrund dieser unglaublichen Chance."

Der 58-Jährige fürchtet, dass die Nummer zwei der ATP-Weltrangliste auch bei den US Open in alte Muster zurückfallen könnte. "Ich will es jetzt nicht zu laut betonen, aber das erinnert mich so ein bisschen an das Frühjahr letztes Jahr", zieht Becker eine Parallele zum Frühjahr 2025, als Zverev trotz einer Dopingsperre von Jannik Sinner den Platz an der Sonne im Ranking verpasste.

"In diesen zwei, drei Monaten" habe der 29-Jährige "die schlechteste Phase seiner Tenniskarriere" erlebt, erinnerte sich der sechsfache Grand-Slam-Sieger zurück und zog den Vergleich zu den schwachen Auftritten Zverevs in den vergangenen Wochen: "In den entscheidenden Phasen war er wieder passiver, wieder abwartender. Die Geschwindigkeit bei seinen Grundschlägen ging zurück."

Newsticker

Alle News anzeigen