Im Unterbau von Borussia Dortmund macht ein Neuzugang auf sich aufmerksam. Hat der BVB eine weitere Torfabrik in seine Nachwuchsmannschaft gelockt?
Zwei Spiele, sechs Tore, jeweils ein Dreierpack: So lautet die bislang überragende Statistik von Bjarki Gardarsson in der U19 des BVB.
Bei seinem Debüt vor etwas mehr als einer Woche im Juniorenpokal gegen Holstein Kiel (3:4) war es der gerade einmal 16 Jahre alte Isländer, der die Hoffnungen auf ein Comeback aufrecht hielt. Gardarsson traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich sowie zum 2:4 und 3:4. Am Ende reichte sein Dreierpack nicht aus, um das frühe Pokalaus noch abzuwenden - eine erste Duftmarke hinterließ er dennoch.
Am vergangenen Samstag gegen die U19 von Rot-Weiß Oberhausen (4:2) folgte dann sogleich die nächste Gardarsson-Show. Mit einem lupenreinen Hattrick in nur 17 Minuten (8., 15., 19.) zerlegte er die Hausherren im Alleingang. Marwin Mirza erhöhte noch vor der Pause (45.), die beiden Anschlusstreffer von RWO durch Oumar Beladel (58.) und Lenni Strößner (66., Eigentor) waren Ergebniskosmetik.
Neuer BVB-Goalgetter bringt "Eiseskälte" mit
Was den 1,94 Meter großen Mittelstürmer auszeichnet: Der Linksfuß beweist zum Saisonstart seinen Torinstinkt. "Bjarki ist im Abschluss ganz ruhig, das ist die herausragende Qualität, die er hat. Bei manchen geht der Puls hoch und die Abschlüsse werden ungenau. Bjarki aber ist entspannt und bringt diese Eiseskälte mit", wird BVB-Trainer Felix Hirschnagl von den "Ruhr Nachrichten" zitiert. "Er hat einen guten Riecher, nimmt aber auch seine Mitspieler gut mit, bietet Läufe in die Tiefe an."
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Gardarsson, achtfacher U17-Nationalspieler Islands, war im Juli von UMF Stjarnan Gardabær verpflichtet worden. "Wir haben ihn schon länger auf dem Zettel und freuen uns sehr, dass er sich für den BVB entschieden hat", sagte Thomas Broich, Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, damals zum Transfer.
Bei Borussia Dortmund haben talentierte Angreifer in den Juniorenmannschaften beinahe Tradition. Immer wieder schaffen die BVB-Talente dann auch den Sprung zu den Profis. Jüngstes Beispiel ist der 17-jährige Außenstürmer Mathis Albert, der aktuell im Training von Cheftrainer Niko Kovac mitmischen darf.
In den vergangenen Jahren schafften es unter anderem der Niederländer Julian Rijkhoff (inzwischen von Ajax Amsterdam an den FC Andorra verliehen), der Schweizer Bradley Fink (Wycombe Wanderers) oder Youssoufa Moukoko (FC Kopenhagen) in den Profibereich.





























