Das millionenschwere Missverständnis mit Yan Couto hat bei Borussia Dortmund am Donnerstag ein Ende gefunden. Aus dem teuren Fehlgriff hat der BVB offenbar seine Lehren gezogen.
Wie aus einem Bericht der "WAZ" hervorgeht, wurden in Dortmund seitdem die Entscheidungsprozesse reformiert, um Alleingänge einzelner Personen auszuschließen.
Weder Sportdirektor Ole Book noch Geschäftsführer Lars Ricken können demnach eigenmächtig Transfers durchdrücken. Alle Entscheidungen fallen inzwischen in einem Dreiergremium, dem neben den beiden Sportchefs auch Trainer Niko Kovac angehört.
Dort begegne sich das Trio auf Augenhöhe und jeder habe quasi ein "Veto-Recht", mit dem ein angestrebter Transfer verhindert werden kann. Ziel dieser Methodik sei es, die "Fehlerquote auf dem Transfermarkt zu minimieren", so der Bericht.
Als Vorbild für das System gilt die erfolgreiche Kovac-Ära bei Eintracht Frankfurt. Auch dort hatte der Übungsleiter mit den damaligen Bossen Fredi Bobic und Bruno Hübner ein derart funktionierendes Dreigespann gebildet. Die Kaderqualität wurde damals innerhalb weniger Jahre massiv verbessert.
BVB holte Couto wegen Nuri Sahin
Beim BVB hatte es eine ähnliche Hierarchie auch während der Amtszeit von Jürgen Klopp gegeben. Gemeinsam mit dem einstigen Sportdirektor Michael Zorc und Ex-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke tauschte sich der Erfolgscoach damals über Neuverpflichtungen aus.
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Ganz ohne Fehlgriff blieben die Dortmunder in dieser Epoche allerdings nicht. Besonders Angreifer Ciro Immobile blieb als großes Missverständnis in Erinnerung.
Die Idee von geteilter Transfer-Verantwortung habe es laut "WAZ" auch in den Jahren danach beim BVB immer gegeben. Jedoch habe man den Ansatz in der Praxis nicht immer konsequent umgesetzt. Das solle sich nun wieder ändern.
Yan Couto war im Sommer 2024 als Wunschspieler von Nuri Sahin zum BVB gekommen. Als der Cheftrainer in Dortmund gefeuert wurde, hatte man plötzlich keine Verwendung mehr für den Rechtsverteidiger.
Trotzdem musste man wegen einer Kaufpflicht rund 25 Millionen Euro an Manchester City überweisen und den Brasilianer fest unter Vertrag nehmen. Am Donnerstag wechselte Couto auf Leihbasis zu Como in die Serie A. Über eine Kaufoption könnte es nächsten Sommer ein endgültiger Abschied werden.

































