Thomas Tuchel hat sich im WM-Halbfinale seiner Engländer gegen Argentinien einen schlimmen taktischen Fehlgriff erlaubt, sagen viele, die Ahnung vom Fußball haben - und auch die, die keine Ahnung haben, wie US-Präsident Donald Trump.
Die Liste der Tuchel-Kritiker ist seit Samstag noch ein Stückchen länger geworden - und prominenter. Ausgerechnet vom mächtigsten Mann der Welt, US-Präsident Donald Trump, musste sich der Coach der Three Lions einen Taktik-Fehler im WM-Halbfinale gegen Argentinien (1:2) vorwerfen lassen.
"Sie haben geführt und dann ihren besten Spieler [Harry Kane] in die Defensive gestellt", sagte Trump bei einer gemeinsamen PR-Show mit FIFA-Präsident Giani Infantino. Vom Coachen wisse er zwar nicht viel, gab der US-Präsident zu, "aber das war etwas ungewöhnlich. Ich denke, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht haben, als sie ihn zu einem Defensivspieler gemacht haben."
Tuchel rechtfertigt umstrittene Entscheidungen
Tuchels Mannschaft war nach dem 1:0-Führungstreffer von anrennenden Argentiniern am eigenen Strafraum eingeschnürt worden. Statt offensiver zu wechseln, parkte der Deutsche schon frühzeitig den sprichwörtlichen Bus vor dem eigenen Tor. Das ging schief. England kam überhaupt nicht mehr aus der eigenen Hälfte raus und brach unter dem Dauerdruck des amtierenden Weltmeisters ein.
"Ich bereue nichts, ich habe versucht, meinem Team zu helfen. Ich habe auf meine Erfahrung, meinen Instinkt und meinen Wettbewerbsgeist vertraut", rechtfertigte Tuchel seine Entscheidung in der Nacht zu Samstag (MEZ) auf der Pressekonferenz vor dem Spiel um Platz drei.
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"Ich übernehme die persönliche Verantwortung für diese Entscheidungen. Die Entscheidungen werden unter Stress getroffen. Wenn ihr jemanden braucht, den ihr beschuldigen könnt, ich bin der Cheftrainer", sagte Tuchel, der allen voran auf der Insel unter Dauerfeuer steht. Nicht wenige fordern lautstark seine Entlassung. Zu dieser wird es aber nicht kommen. Übereinstimmenden Berichten zufolge hat der nationale Verband (FA) schon beschlossen, ihn weiter im Amt zu lassen.








