BVB-Ikone Jürgen Kohler hält zwar viel vom designierten Bundestrainer Jürgen Klopp, warnt aber auch vor überzogenen Erwartungen an das wohl bevorstehende Engagement des früheren Dortmunder Erfolgscoaches.
Klopp sei zwar ein "außergewöhnlicher Motivator" und eigentlich der "perfekte Mann" für das Amt beim DFB, sagte der Weltmeister von 1990 der Münchner "Abendzeitung". "Aber auch er kann keine Wunder vollbringen. Es geht nicht darum, ein paar Sprüche zu machen - und plötzlich läuft alles wieder. Er müsste eine neue Kultur schaffen."
Der 59-Jährige, der noch bei Red Bull als globaler Fußballchef unter Vertrag steht, soll beim DFB einen Kontrakt bis zur WM 2030 in Marokko, Portugal und Spanien erhalten. Sein Bundestrainer-Gehalt soll leicht über dem von Nagelsmann liegen, der angeblich rund sieben Millionen Euro pro Jahr verdiente.
Kann Klopp das DFB-Team wieder auf Kurs bringen, falls es wie erwartet zu einer Übereinkunft über die Zusammenarbeit kommt? Kohler jedenfalls sieht derzeit einiges im Argen.
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Die Nationalmannschaft müsse wieder "dahin kommen, dass ein Gegner sagt: Gegen Deutschland spiele ich nicht gerne. Früher war das unser Markenzeichen. Du konntest uns schlagen - aber du musstest leiden", forderte der 60-Jährige.
"Radikaler Umbruch" im DFB-Team reicht nicht
Talent sei in Deutschland ausreichend vorhanden, so Kohler, gewinne aber keine Titel. "Charakter, Widerstandsfähigkeit und die Bereitschaft, füreinander Meter zu machen - das entscheidet", stellte der 60-Jäjhrige klar.
Zudem vermisst die BVB-Vereinslegende in der DFB-Elf echte Weltklasse-Kicker. "Das bedeutet: Du entscheidest die größten Spiele gegen die besten Gegner - immer wieder."
Ein "radikaler Umbruch" in der deutschen Mannschaft erscheine nun zwar verlockend, sagte Kohler. Aber: "Es geht nicht darum, zehn Leute rauszuwerfen. Es geht darum, die richtigen Charaktere zu finden. Wir brauchen Spieler, die Verantwortung suchen und sich nicht verstecken."








