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"Mir fehlte das gewisse Etwas"

Heute Notarin: Ex-Star begründet Biathlon-Abschied

Margot Chichignoud hat 2023 mit dem Biathlon aufgehört (Symbolbild)
Margot Chichignoud hat 2023 mit dem Biathlon aufgehört (Symbolbild)
Foto: © Alexey Filippov via www.imago-images.de
01. Juli 2026, 12:48
sport.de
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Im April 2023 bestritt Margot Chichignoud bei den französischen Biathlon-Meisterschaften in Bessans die letzten Rennen ihrer Karriere. In der Folge absolvierte die Ex-Skijägerin ein Studium im Rechtsbereich und ließ sich zur Notarin ausbilden. Den Sport vermisst sie ab und zu aber noch.

"Ich habe mein Gewehr behalten, weil es für mich einen großen emotionalen Wert hat - selbst nach drei Jahren noch! Es liegt unter dem Bett. Ich schaue zwar nicht ständig danach, aber ich weiß, dass es da ist. Seit ich aufgehört habe, habe ich es hin und wieder mal hervorgeholt - einfach nur zum Spaß", verriet Margot Chichignoud im Interview mit dem "Nordic Magazine".

Die 25-Jährige ist jedoch Realistin und glaubt zu wissen, dass es für die Weltspitze nicht gereicht hätte. "Mir fehlte das gewisse Etwas, und ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt dafür geschaffen war, noch weiterzukommen", bilanzierte sie.

Als sie sich nach dem Übergang vom Junioren- in den Erwachsenenbereich zwischen sportlicher und beruflicher Karriere habe entscheiden müssen, sei die Wahl deshalb aufs Studium gefallen.

Zunächst habe sich der Abschied "ein wenig seltsam" angefühlt, gestand die Französin, die juristische Theorie pauken musste, während "alle anderen zu Trainingslagern und Wettkämpfen aufbrachen".

Bened, Michelon und Co. lösen "Stolz" aus

In der Saison 2018/2019 war Chichignoud bei zwei Stationen des Junior Cups und beim Europäischen Olympischen Jugendfestival sowie 2022 bei den Junioren-Europameisterschaften und einem letzten Junior-Cup-Rennen im Winter 2022/2023 angetreten.

Mit Blick auf damalige Teamkolleginnen wie Camille Bened und Océane Michelon, die heute Weltklasse verkörpern, sagte sie: "Ich bin so stolz auf sie."

Chichignoud ergänzte: "Mit vielen von ihnen bin ich nach wie vor eng befreundet, auch wenn wir uns durch die unterschiedlichen Lebenswege etwas aus den Augen verloren haben. Ich verfolge die Rennen im Winter so gut es geht und gratuliere ihnen, wann immer sie eine großartige Leistung zeigen. Sie haben es so sehr verdient, denn ich weiß, dass dahinter unglaublich viel harte Arbeit steckt!"

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