Jürgen Klopp hatte mit seinem Spruch, Julian Nagelsmann sei "noch" Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, für mächtig Wirbel rund um den WM-Auftakt gesorgt. Noch immer hallen die Worte der Trainer-Ikone nach.
Jürgen Klopp muss sich auch nach dem zweiten WM-Gruppenspiel der DFB-Auswahl eine kleine Spitze gefallen lassen. Julian Nagelsmann wiederum erhielt große Rückendeckung nach dem 2:1-Comeback-Sieg gegen die Elfenbeinküste, bei dem er mit seinen Wechseln im zweiten Durchgang für neuen Schwung sorgte.
"Da sieht man mal, was man bewegen kann auf den entscheidenden Positionen auf dem Weg nach vorne: Tempo, Frische. Jürgen Klopp kann sich das mal genau anschauen, was der Julian Nagelsmann für tolle Sachen macht. Denn Nagelsmann hat die Wende herbeigeführt durch die Einwechslungen", richtete sich Olaf Thon, Weltmeister von 1990, im "Doppelpass" auf "Sport1" an den 59-Jährigen.
Nagelsmann hatte in der 60. Minute nicht nur Matchwinner Deniz Undav eingewechselt, sondern auch den Vorlagengeber zum 1:1 Nadiem Amiri sowie Flügelstürmer Jamie Leweling. Zur Halbzeit war bereits Antonio Rüdiger für den verletzten Nico Schlotterbeck gekommen, in der Schlussphase brachte der Bundestrainer Leon Goretzka ins Spiel. Der zeichnete sich wenige Minuten später etwa mit einer gelungenen Defensiv-Aktion aus.
Klopp leistet Abbitte bei Nagelsmann
Jürgen Klopp hatte rund um den deutschen WM-Auftakt gegen Curacao angemerkt, Julian Nagelsmann stelle "noch" die Mannschaft auf. Der Ex-Trainer, inzwischen "Global Head of Soccer" bei Red Bull, war immer wieder als möglicher Nachfolger des 38-Jährigen gehandelt worden. Nagelsmann besitzt aber einen Vertrag bis 2028.
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Nach Klopps Spruch hatte sich breite Kritik geregt. "Ich finde, das geht nicht. So einen Satz finde ich respektlos. Wir wissen ja, was daraus gemacht wird. Das ist ein No-Go. Wenn Klopp Bundestrainer wäre - und im Hintergrund würden solche Sachen laufen, da wäre er auch nicht amüsiert", polterte etwa Ex-Nationalspieler Andreas Möller im "Doppelpass"
Klopp selbst hatte im Nachgang Abbitte bei Nagelsmann geleistet. "Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: Das ist 'noch'. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können", sagte er nach dem 7:1 (3:1) gegen Curacao bei "MagentaTV": "Es war zu spät, ich war im Fernsehen. Es ist flapsig rausgerutscht, hat gar keine Relevanz. Ich werde übermorgen 59 - und bin immer noch dämlich."
Der 58-Jährige versicherte Nagelsmann: "Wir sind komplett auf eurer Seite. Es kommt nichts, was den Ablauf stören soll."









