In sportlich turbulenten Zeiten war die gute Nachwuchsarbeit für Hertha BSC zuletzt wichtiger denn je. Doch selbst im Jugendbereich wird beim Hauptstadtklub nun mächtig der Rotstift angesetzt. Dem Sparkurs fällt wohl auch ein langjähriger Erfolgstrainer zum Opfer.
Wie die "Bild" schreibt, geht mit U12-Coach Florian Kliche bei der Hertha in diesem Sommer ein zentraler Talenteförderer der letzten Jahre von Bord.
Der 48-Jährige war zuvor 18 Jahre für die Berliner als Nachwuchscoach tätig und galt im Übergangsbereich vom Kleinfeld zum Großfeld als Vordenker.
Gemeinsam mit dem ehemaligen Methodikleiter Thomas Broich (inzwischen Nachwuchsboss bei Borussia Dortmund) erarbeitete er neue Spielformen, die von anderen Vereinen adaptiert wurden.
Außerdem gilt er als Entdecker von Ibrahim Maza und Pascal Klemens, die er beide von kleineren Hauptstadtklubs zu Hertha lockte. Mittelfeldjuwel Kennet Eichhorn - gerade erst für neun Millionen Euro an Bayer Leverkusen verkauft - trainierte einst ebenfalls unter Kliche.
Hertha BSC muss Top-Spieler verkaufen
Schon in der letzten Saison soll der Erfolgscoach bei Hertha laut "Bild" nur noch für Mindestlohn rund 20 Stunden pro Woche gearbeitet haben.
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Nun wollte der Zweitligist ihn angeblich nur noch per Minijob weiterbeschäftigen. Kliche soll dies angelehnt haben. Selbst intern gebe es über den Vorgang "große Verwunderung", schreibt die "Bild".
Ob Kliche bald bei einem neuen Klub anheuert, ist noch unklar. Andere Nachwuchstrainer der Hertha waren nach ihrem Aus zuletzt allerdings schnell bei der Konkurrenz untergekommen.
U16-Trainer Alexander Arsovic, dessen Vertrag an der Spree nicht verlängert wurde, zieht es laut "Bild" zu Eintracht Braunschweig, sein Co-Trainer Damir Bektic heuerte bereits bei Hannover 96 an. U11-Trainer Tobias Kruse wechselt dem Bericht zufolge nun sogar innerhalb der Stadt die Seiten und wechselt zu Union Berlin.
Klar ist: Nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg müssen die Berliner mächtig sparen. Mit Eichhorn und Kapitän Fabian Reese wurden zwei Stück Tafelsilber schon verkauft. Weitere Abgänge könnten folgen.



























