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Kenia feiert Marathon-Rekordmann Sawe

Der kenianische Marathon-Weltrekordler Sabastian Sawe (l.) übergibt die kenianische Flagge an Präsident William Ruto
Der kenianische Marathon-Weltrekordler Sabastian Sawe (l.) übergibt die kenianische Flagge an Präsident William Ruto
Foto: © Brian Inganga/AP/dpa
30. April 2026, 12:57

Marathon-Held Sabastian Sawe ist in seiner Heimat Kenia nach seinem historischen Weltrekord begeistert empfangen worden. Am Flughafen in der Hauptstadt Nairobi wurde ihm ein Kranz aus Blättern umgehängt, der den Sieg symbolisieren soll. Tänzerinnen und Tänzer zelebrierten zudem seine Ankunft.

"Was unser Sabastian Sawe am vergangenen Wochenende auf den Straßen Londons mit einem Marathonlauf unter zwei Stunden erreicht hat, ist nicht nur ein sportlicher Triumph. Es ist ein entscheidender Moment in der Geschichte der menschlichen Ausdauer", sagte der kenianische Präsident William Ruto, von dem Sawe 61.000 US-Dollar und ein Auto erhielt.

Einer der "größten Meilensteine"

Der Läufer habe das Unmögliche möglich gemacht. Es sei einer der "größten Meilensteine" in der Geschichte der Menschheit und vergleichbar mit der ersten Mondlandung von Neil Armstrong 1969, äußerte Ruto.

Sawe unterbot am vergangenen Sonntag in der britischen Metropole als erster Mensch in einem offiziellen Wettbewerb die magische Marathon-Marke von zwei Stunden. Mit einer Zeit von 1:59:30 Stunden über die 42,195 Kilometer schrieb er Sport-Geschichte. Sawe erklärte der US-Nachrichtenagentur Associated Press, dass er versuchen werde, "den Rekord weiter zu verbessern".

Stolze Eltern hatten Vorahnung

Seine Eltern hätten schon früh gewusst, dass er zu Großem bestimmt sei. Mama Emily Sawe erzählte, wie er zum Baden gesprintet sei. "Er rannte viel zu schnell. Da sagte ich mir: Dieser Junge wird eines Tages für mich strahlen."

Angespannt verfolgten die Eltern am Sonntag den famosen Lauf ihres Sohnes. "In dem Moment, als mein Sohn nach vorn zog, bin ich rausgegangen und habe ihn nicht ins Ziel laufen sehen. Ich habe mir danach die Wiederholung angeschaut. Ich war so glücklich, extrem glücklich", sagte Vater Simion Kiplagat Sawe ganz stolz.

Sawe für "Großes bestimmt"

Die bisherige Bestmarke seines Landsmanns Kelvin Kiptum aus dem Oktober 2023 unterbot Sawe um 65 Sekunden. Kiptum war nur wenige Monate später im Februar 2024 bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat ums Leben gekommen.

"Du warst für Großes bestimmt. Dein Sieg setzt zudem Kenias stolze und ungebrochene Dominanz im Marathonlauf fort", sagte Ruto über Sawe. Sportminister Salim Mvurya bezeichnete die Leistung als "einen Sieg für Kenia".

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