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"... bis er alle zerstört"

Pogacar mit Mega-Lob für Radsport-Wunderkind

Lieferten sich einen heißen Fight bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Tadej Pogacar (l.) und Paul Seixas
Lieferten sich einen heißen Fight bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Tadej Pogacar (l.) und Paul Seixas
Foto: © IMAGO/Zac Williams/SWpix.com
27. April 2026, 08:37
sport.de
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Der nächste Triumph von Tadej Pogacar sorgte am Sonntag nicht nur sportlich für Schlagzeilen, sondern auch wegen einer klaren Ansage zur Zukunft des Radsports.

Nach seinem vierten Sieg beim Radsport-Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich richtete der Weltmeister den Blick auf seinen jungen Rivalen Paul Seixas, der ihm in Belgien einen heißen Fight geliefert hatte.

Der erst 19-Jährige hatte als einziger Fahrer Pogacars entscheidender Attacke an der legendären Côte de la Redoute folgen können. Erst am letzten Anstieg musste er abreißen lassen, sicherte sich aber einen sensationellen zweiten Platz, nur 45 Sekunden hinter dem aktuellen Radsport-Dominator.

Für Pogacar ist klar: Hier wächst etwas Großes heran. "Wir werden weiter hart arbeiten, in den nächsten Jahren so viel wie möglich zu gewinnen, bis er alle zerstört", erklärte der Slowene nach dem Rennen in Richtung des jungen Franzosen.

Besonders beeindruckt zeigte sich der vierfache Tour-de-France-Sieger von der Reife des Talents: "Dass Paul bereits mit 19 Jahren in einem so großen Feld auf so hohem Niveau mithalten kann, motiviert alle anderen, weiter daran zu arbeiten, sich zu verbessern."

Radsport: Tour-Start von Seixas noch fraglich

Trotz seines klaren Sieges sieht Pogacar in Seixas bereits einen kommenden Herausforderer. Mit Blick auf die körperliche Entwicklung erklärte er: "Normalerweise ist der Körper physisch zwischen 26 und 30 Jahren in Bestform." Pogacar stellt also die These auf, dass der Youngster noch lange nicht an seinem Leistungsmaximum angekommen ist.

Auch Seixas selbst zeigte sich nach dem Rennen selbstkritisch und voller Respekt für Superstar Pogacar: "Das ist offensichtlich. Ich muss mich einfach verbessern, aber wir sehen ja, auf welchem Niveau er ist – es ist extrem schwer, ihm zu folgen. Er ist der größte Fahrer der Geschichte."

Ob es schon bald zum großen Duell bei der Tour de France kommt, ist noch offen. Während Pogacar seinen fünften Gesamtsieg anpeilt, steht ein Debüt von Seixas noch zur Diskussion.

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