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Wolfsburg beendet Horrorserie

Union-Debüt von "Fußballgöttin" Eta geht schief

Niederlage für Eta und Union Berlin
Niederlage für Eta und Union Berlin
Foto: © IMAGO/Matthias Koch
18. April 2026, 17:32

Trainer-Pionierin Marie-Louise Eta hat bei ihrem historischen Debüt für Union Berlin einen bitteren Dämpfer kassiert.

Am Ende ihres historischen Debüts schüttelte Marie-Louise Eta erstmal den Kopf. Verzweifelt waren die Profis von Union Berlin angerannt, um der Pionierin zumindest ein Pünktchen im ersten Bundesliga-Spiel eines weiblichen Chefcoaches zu schenken - vergeblich. Eta musste nach dem 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg Aufbauarbeit leisten.

"Ich war total im Fokus, es geht um Fußball, es geht nicht um mich", sagte Eta nach ihrer Premiere bei Sky - und lenkte den Blick auf das Sportliche: "Das Ergebnis zeigt nicht das, was die Leistung gezeigt hat. Ich kann den Jungs keinen großen Vorwurf machen."

Die Union-Trainerin hatte die Spieler schnell zu sich gerufen, sie machte eine klare Ansage und schwor das Team auf den Abstiegskampf ein. Während Wolfsburg nach langer Zeit wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfte, müssen sich Etas Berliner weiter nach unten orientieren.

Einstieg für Eta "natürlich schwierig"

Für Eta sei es "natürlich schwierig" gewesen, in der kurzen Zeit "die neuen Inhalte so reinzukriegen, dass du gleich alles umsetzen kannst. Das wäre für jeden Trainer schwierig gewesen", sagte Unions Kapitän Christopher Trimmel. Trotz der Pleite sei "vieles" aufgegangen: "Das war eine gute, positive Woche, auch auf dem Platz war es wirklich in Ordnung."

Die Wolfsburger Patrick Wimmer (11.) und Dzenan Pejcinovic (46.) bescherten ihrem Trainer Dieter Hecking jedoch mit zwei schönen Distanzschüssen den ersten Dreier im fünften Anlauf. Die Berliner kamen durch Oliver Burke (86.) nur zum Anschluss und stehen nun sechs Punkte vor Relegationsrang 16, den der FC St. Pauli belegt.

Die Wolfsburger auf Abstiegsrang 17 rückten nach zwölf Spielen ohne Sieg bis auf zwei Punkte an die Kiezkicker heran. "Der war heute brutal wichtig", sagte Maximilian Arnold voller Erleichterung: "Die letzten Wochen haben wir nur auf die Fresse bekommen."

Die Berufung der U19-Trainerin Eta zur Nachfolgerin des am vorigen Wochenende entlassenen Steffen Baumgart hatte im Vorfeld überall in Europa hohe Wellen geschlagen. Auch vor Anpfiff am Samstag waren alle Augen auf die Interimstrainerin gerichtet, die ab Sommer Unions Frauenteam übernehmen soll. Fotografen folgten Eta bei den Interviews auf Schritt und Tritt; bei der Mannschaftsaufstellung empfingen die rund 20.000 Union-Fans die 34-Jährige als "Fußballgöttin".

Weiter offensive Probleme bei Union

Zu Beginn sah Eta, die an der Seitenlinie in schwarzer Trainingsjacke ihre Mannschaft aktiv antrieb, dass Union wie so oft in dieser Saison offensiv Probleme hatte. Zunächst taten die Gäste etwas mehr für das Spiel - und wurden dafür belohnt. Wimmer streichelte den Ball nach einer ansehnlichen Kombination von der Strafraumkante mit dem Außenrist ins Netz.

Für einen Moment wurde es leise in der sonst so lauten Försterei. Union ließ sich durch den Rückschlag aber nicht beirren und drückte stärker auf den Ausgleich. Ein Distanzschuss von Ansah rauschte in der Nachspielzeit nur knapp vorbei. Als der Halbzeitpfiff ertönte, klatschte Eta ihre Spieler aufmunternd ab.

Den Start in den zweiten Abschnitt verschliefen die Köpenicker jedoch komplett. 29 Sekunden nach Wiederbeginn schoss Pejcinovic nach einem Unioner Ballverlust aus 16 Metern völlig frei ein. Die Gastgeber bauten nach dem Gegentor umgehend mehr Druck auf. Wolfsburgs Torhüter Kamil Grabara parierte aber ein ums andere Mal stark. Erst Burke schaffte es nach einem Konter, den VfL-Torhüter zu überwinden. Grabara rettete in der Nachspielzeit überragend gegen Doekhi.

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