Die Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck bis 2031 löste rund um Borussia Dortmund keinerlei Euphorie aus - logischerweise, findet Mario Basler mit Blick auf den durchaus diskussionswürdigen BVB-Deal.
"Wenn ein Spieler seinen Vertrag verlängert, aber gleichzeitig eine Ausstiegsklausel einbauen lässt, dann weißt du doch ganz genau, was Sache ist. Dann geht es nicht darum, beim Verein etwas aufzubauen, sondern darum, sich die Tür für den nächsten Schritt offen zu halten", sagte der frühere Bundesliga-Profi in seinem Podcast "Basler ballert".
Berichten zufolge gilt Schlotterbecks Exit-Option bereits in diesem Sommer, im Anschluss an die WM, für mehrere ausgewählte Top-Klubs, darunter Real Madrid.
"Nach außen wird dann erzählt: Das ist mein Verein, ich will hier etwas entwickeln. Aber wenn du gleichzeitig eine Klausel drin hast, mit der du jederzeit gehen kannst, dann passt das für mich nicht zusammen", kritisierte Basler. "Das ist heute leider oft so: Große Worte nach außen – aber im Hintergrund wird schon der nächste Schritt geplant."
BVB: Schlotterbeck-Ablöse "kein Problem" für England-Klubs
Die in Schlotterbecks neuem BVB-Kontrakt festgelegte Ablösesumme von angeblich 50 bis 60 Millionen Euro sei "für englische Vereine doch kein Problem mehr", merkte Basler an. "Die lachen darüber, das zahlen die mittlerweile aus der Portokasse."
Die Tatsache, dass es vonseiten der BVB-Anhänger durch Pfiffe geäußerte Kritik an Schlotterbeck gab, verwundert den Europameister von 1996 nicht. "Ich kann die Reaktion der Fans schon verstehen. Die sehen doch auch, dass da einer nur verlängert, weil er eine Ausstiegsklausel bekommt. Da bleibt die große Euphorie natürlich aus."
Schlotterbeck sei "ein guter Innenverteidiger, gar keine Frage", sagte Basler. "Aber Weltklasse ist er für mich nicht. Da fehlt noch einiges." Eine Verlängerung mit Ausstiegsklausel, "das hat immer ein Geschmäckle", betonte er.





























