Wenn in wenigen Wochen der NFL Draft ansteht, werden die Augen sicherlich erst einmal auf Fernando Mendoza gerichtet sein. Doch neben Mendoza sorgt auch Jeremiyah Love für viel Aufruhr. Der Running Back bekommt viel Zuspruch und könnte sehr früh vom Board gehen.
In den letzten Jahren gab es rund um den NFL Draft immer wieder Diskussionen, ob es sinnvoll sei, einen Running Back schon früh zu picken. Stichwort Positional Value. Und dennoch finden sich regelmäßig Running Backs unter den Top-10-Picks wieder.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies auch in diesem Jahr der Fall ist. Denn mit Jeremiyah Love ist erneut ein Spieler dabei, der eine Offensive auf das nächste Level heben und den Fans Spektakel bieten kann.
Love sorgt früh für Aufsehen
Damit startete Love schon an der Highschool. An der Christian Brothers Highschool in Missouri genau genommen. Dort war Love unter anderem im Basketball aktiv, aber auch bei der Leichtathletik. Schon in seinem Sophomore Year lief er die 100 Meter in 10,76 Sekunden.
Am meisten für Aufsehen sorgten aber natürlich seine footballerischen Leistungen. Hier verhalf er seinem Team zu mehreren State Championships und erntete etliche individuelle Auszeichnungen.
Obwohl er dennoch "nur" als 4-Star-Recruit eingestuft wurde, bekam er viele Angebote von renommierten Colleges. So waren unter anderem Alabama, Michigan und Oregon an Love interessiert.
Mehr dazu:
Aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht
Den Zuschlag bekamen allerdings die Notre Dame Fighting Irish. Dort musste sich Love zwar in seinem ersten Jahr unter anderem hinter Audric Estime (mittlerweile bei den Saints) anstellen, bekam als Freshman aber dennoch Einsatzzeit in jedem Saisonspiel. Die erste Spielzeit schloss er mit 462 Scrimmage Yards und zwei Touchdowns ab.
Nachdem Estime 2024 in die NFL ging, war der Weg frei für Jeremiyah Love, der fortan der Starting Running Back der Fight Irish war. Und seine Coaches sollten die Entscheidung nicht bereuen.
Schon in seiner ersten Spielzeit als Starter explodierte Love und legte deutlich über 1000 Rushing Yards sowie 19 Total Touchdowns auf. Dabei brach er mit 13 Spielen in Folge mit einem Rushing Touchdown unter anderem einen Schul-Rekord.
Love führte sein Team sogar ins National Championship Game, wo man gegen die Ohio State den Kürzeren zog. Auf dem Weg ins Endspiel hatte Love unter anderem gegen Indiana einen 98-Yard-Touchdown erzielt.
Im vergangenen Jahr dann konnte Love seine Leistungen noch einmal steigern. Er erzielte im Schnitt pro Spiel über 100 Rushing Yards und fand in zwölf Spielen 21 Mal die Endzone. Seine Leistungen blieben natürlich nicht unentdeckt und Love räumte etliche Ehrungen ab.
So konnte er unter anderem als erster Spieler von Notre Dame den Doak Walker Award für den besten College Running Back gewinnen. Zudem war Love auch für die Heisman Trophy nominiert, die dem besten Spieler vorbehalten ist.
NFL Draft: Das macht Jeremiyah Love aus
Love hat also auf dem College nachhaltig bewiesen, dass er ein Ausnahmetalent ist. Doch was macht den 20-Jährigen eigentlich aus?
Mit seiner Vergangenheit als Leichtathlet bringt Love eine herausragende Geschwindigkeit mit, die sich auch auf dem Football-Feld bemerkbar macht. Seine 4,36 Sekunden über 40 Yards sorgen regelmäßig für Missmatches – sowohl im Lauf- als auch im Passspiel.
Vor allem sein Top-Speed macht ihn zu einer ständigen Big-Play-Gefahr: Sobald Love den Ball in den Händen hält, kann jeder Spielzug zum Touchdown werden. In offenen Räumen lässt er Verteidiger mit schnellen Richtungswechseln oder spektakulären Hurdles aussteigen und überzeugt dabei gleichzeitig mit bemerkenswerter Stabilität bei Kontakt.
Der dynamische Playmaker verfügt auch über die Explosivität, um Läufe konsequent nach außen zu tragen. Selbst scheinbar harmlose Raumgewinne können so in lange Touchdowns umgemünzt werden.
Im Gegenzug fehlt Love natürlich eine gewisse Physis. Ein klassischer Power Runner wird aus ihm sicherlich nicht mehr, aber das ist auch gar nicht vonnöten. Sein Spiel lebt von seiner Dynamik und der Beweglichkeit.
Auch im Pass Blocking könnte Love Probleme bekommen, auch wenn das mehr eine Vermutung ist. Schließlich setzten ihn die Fighting Irish dort nur selten ein, weshalb man sich kein wirkliches Bild machen kann.
Wer schnappt sich das Top-Talent?
Klar ist: Richtig eingesetzt, kann Love mit seinem speziellen Skillset eine enorme Bereicherung für jede Offense sein.
In einigen Mock Drafts sieht man Love an den Positionen vier (Titans) und fünf (Giants) vom Board gehen. Beide könnten ihn in jedem Fall gut gebrauchen, so viel ist sicher.
"ESPN"-Experte Matt Miller sieht Love derzeit bei den Titans, weiß allerdings auch: "Die Giants sind von Jeremiyah Love sehr angetan. Wenn er verfügbar ist, käme er auf jeden Fall in Betracht. Das Team bedauert es immer noch, Saquon Barkley ziehen gelassen zu haben, und zu sehen, was er in Philadelphia sofort erreicht hat", so der Draft-Experte.






































