Beim jährlichen Treffen der NFL in Phoenix haben die Team-Besitzer mehrere weitreichende Regeländerungen und Anpassungen der Statuten verabschiedet. Die Änderungen betreffen einmal mehr den Kickoff, aber auch den Videobeweis.
Die wohl auffälligste Änderung betrifft den Onside Kick: Künftig darf das angreifende Team jederzeit im Spiel einen Onside Kick ankündigen – bislang war dies dem zurückliegenden Team vorbehalten.
Zudem wurde eine Lücke in der Kickoff-Regel geschlossen. Kam ein Team durch eine Strafe oder ähnliches zu einem Kick an der 50-Yard-Line, war es zuvor effektiver den Ball ins Aus zu schießen, anstatt als Touchback. Diese Lücke wurde nun geschlossen. In dem Szenario startet das Receving Team bei einem Touchback nun an der 20-Yard-Line, bei einem Ball im Aus an der 25-Yard-Line.
Auch die Aufstellung beim Kickoff wird leicht verändert. Konkret betreffen die Änderungen die Positionierung der Spieler des empfangenden Teams in der sogenannten Setup-Zone. Eine Feinheit, die dem normalen Beobachter weniger auffallen wird und eher die Arbeit der Special Teams Coordinator beeinflussen wird.
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NFL: Mehr Einfluss für Videobeweis
Ein weiterer Punkt stärkt die Entscheidungsfindung bei schweren Vergehen: Ligapersonal darf künftig die Schiedsrichter unterstützen, wenn es um mögliche Disqualifikationen wegen grober Unsportlichkeiten oder nicht sportbezogener Vorfälle geht – auch ohne dass diese auf dem Feld geahndet wurden.
Mit Blick auf einen möglichen Lockout der Schiedsrichter wurde außerdem eine Übergangsregel beschlossen: Sollte es zu einem Lockout der Schiedsrichtergewerkschaft kommen, darf die Officiating-Abteilung der Liga für ein Jahr offensichtliche Fehlentscheidungen auf dem Feld korrigieren.
Anpassungen bei Regularien und Kaderplanung
Auch abseits des Spielfelds gab es Änderungen. Die Liga erhält mehr Flexibilität bei Kaderfristen, um internationale Spiele bereits in der ersten Saisonwoche organisatorisch besser abbilden zu können.
Zudem gelten das Samstag und Sonntag des Labor-Day-Wochenendes künftig als offizielle Geschäftstage. Damit sollen Personalentscheidungen rund um die Kaderreduzierung effizienter kommuniziert werden.
Spieler auf der "Physically Unable to Perform"-Liste dürfen außerdem künftig nach dem zweiten Saisonspiel ihres Teams eine 21-tägige Trainingsphase beginnen.
Zudem wurde, auf Initiative der Pittsburgh Steelers, eine bereits 2025 getestete Regel dauerhaft eingeführt: Teams dürfen während der zweitägigen Verhandlungsphase vor Beginn der Free Agency ein Video- oder Telefongespräch mit bis zu fünf potenziellen Free Agents führen. Auch Reisevorbereitungen dürfen nach einer Einigung bereits getroffen werden.





































