Nachdem Carney Chukwuemeka am vergangenen Freitag ein vielbeachtetes Debüt im Trikot der österreichischen Nationalmannschaft feierte, konnte sich ÖFB-Cheftrainer Ralf Rangnick einen deutlichen Seitenhieb in Richtung des Arbeitgebers des Mittelfeldspieler nicht verkneifen. Bei Borussia Dortmund kam dir brisante Aussage des Teamcheffes offenbar überhaupt nicht gut an.
Ralf Rangnick sorgte nämlich mit deutlichen Worten über die Deutschkenntnisse von BVB-Star Carney Chukwuemeka für Aufsehen. Der Nationaltrainer zeigte sich sichtlich überrascht über die schlechten Sprachkenntnisse beim 22-Jährigen und übte indirekt Kritik an Borussia Dortmund. "Das kenne ich aus meiner Zeit in Leipzig oder Hoffenheim anders", erklärte er mit Blick auf seine früheren Stationen.
Dort war das Pflicht, dreimal die Woche den Deutschunterricht zu besuchen. Wenn da einer nicht gekommen ist, war das, als wenn man unentschuldigt beim Training gefehlt hatte." Für den 67-Jährigen liegt die Verantwortung dabei klar beim Verein. Gerade bei Spielern, die im Ausland aufgewachsen sind, sei es entscheidend, sie aktiv beim Erlernen der Sprache zu unterstützen.
BVB sieht keine Verfehlungen bei Chukwuemeka
Beim BVB kamen die Worte des langjährigen Bundesliga-Trainers laut "Bild" nicht gut an. Die Klub-Bosse hätten demnach mit "großem Unverständnis" auf die Aussagen reagiert. Man hätte sich von Rangnick demnach eine "persönliche Kontaktaufnahme" gewünscht und erachte es als nicht gerade professionell, mit dem Thema direkt an die Öffentlichkeit zu gehen.
Drüber hinaus sei man sich man bei Borussia Dortmund den Informationen der Boulevardzeitung zufolge keiner Schuld bewusst. Man habe dem im Winter 2024/25 an das Westfalenstadion gekommenen Offensivspieler bereits unmittelbar nach dessen Wechsel einen Integrationsbeauftragten zur Seite gestellt, heißt es. Probleme mit der Kommunikation auf Deutsch gab es zuletzt aber dennoch.
Mehr dazu:
Chukwuemeka, in Österreichs Hauptstadt Wien geboren und in England groß geworden, hatte zuletzt in Interviews mit seinen Deutschkenntnissen zu kämpfen. Die Gespräche wurden teilweise auf Englisch fortgeführt. Beim österreichischen Verband haben die Verantwortlichen bereits reagiert, um die Kommunikation zu verbessern. Für Besprechungen steht ein Dolmetscher bereit, zusätzlich arbeitet das Team mit einem eigenen Vokabel-System.
































