Mit Kyler Murray holten die Minnesota Vikings einen erfahrenen zweiten Quarterback ins Team, um die Qualität in der Offensive zu sichern, sollte J.J. McCarthy seinen überschaubaren Eindruck aus der vergangenen NFL-Saison bestätigen. Nun stellt das Team weiter Weichen für die Zukunft.
Wie Interims-General-Manager Rob Brzezinski am Montag in Phoenix bestätigte, wird die Franchise die Fifth-Year-Option im Rookievertrag von Jordan Addison ziehen. Dadurch steht der Wide Receiver nun bis einschließlich der Saison 2027 unter Vertrag. Für 2026 ist ein Gehalt von 2,6 Millionen Dollar vorgesehen, im Jahr darauf sind es rund 18 Millionen Dollar.
"Er ist ein enorm wichtiger Spieler für uns und ein echter Unterschiedsspieler", sagte Brzezinski.
Addison, im Draft 2023 an Position 23 ausgewählt, hat sich schnell als verlässliche Option in der Vikings-Offense etabliert – vor allem an der Seite von Star-Receiver Justin Jefferson.
Innerhalb seiner Draftklasse führt Addison die Statistik bei Touchdown Catches (22) an, zudem rangiert er bei gefangenen Pässen (175) und Yards pro Spiel (52,1) jeweils auf Platz fünf.
Kehrt Ruhe um Addison ein?
Ob eine noch langfristigere Einigung realistisch wird, dürfte derweil von den außersportlichen Aktivitäten von Addison abhängen. Addison hatte seit seinem Einstieg in die NFL mehrere Vorfälle abseits des Spielfelds.
Bereits im Juli 2023 wurde er wegen überhöhter Geschwindigkeit (rund 225 km/h) gestoppt. Ein Jahr später folgte eine Festnahme wegen Verdachts auf Trunkenheit am Steuer nahe Los Angeles. Das Verfahren endete mit einer Einigung, inklusive Bewährungsauflagen und Geldstrafe. Die NFL verhängte zudem eine Sperre von drei Spielen.
Ein weiterer Vorfall im Januar in Tampa (Hausfriedensbruch) wurde später fallengelassen. Zudem wurde Addison intern bestraft, nachdem er eine Teamveranstaltung verpasst hatte.
Die Vikings müssen nun abwägen, wann und ob sie ihrem talentierten, aber nicht unumstrittenen Receiver einen langfristigen Vertrag anbieten.




































