In der NFL spitzt sich der Tarifstreit mit den Schiedsrichtern weiter zu. Um für einen möglichen Lockout vorbereitet zu sein, werden nun weitere Maßnahmen ergriffen.
Wie mehrere US-Medien am Rande der Owners-Meetings in Phoenix berichten, sind die Team-Besitzer zunehmend "alarmiert" über den Stand der Verhandlungen mit der NFL Referees Association.
Schon Anfang des Monats wurde eine Liste von College-Referees erstellt, die nun rekrutiert werden sollen. "ESPN" hatte das unter Berufung auf E-Mails schon bestätigt. Auch die Tatsache, dass eine umfassende Anpassungen bei Video-Review-Systemen erfolgen soll, um unerfahrene Offizielle in der Preseason und auch während der regulären Saison besser zu unterstützen, ist nicht neu.
Allerdings drückt man nun scheinbar ordentlich aufs Tempo. Ein Insider erklärte, dass die Ausbildung der Ersatzkräfte bereits am 1. Mai starten soll. Gleichzeitig wächst damit der Druck auf eine Einigung mit der aktuellen Schiedsrichter-Gewerkschaft: "Sobald dieser Prozess beginnt, wird es allein aus wirtschaftlicher Sicht schwieriger, noch eine Einigung zu erzielen", erklärte eine Quelle gegenüber "ESPN".
NFL: Lösung nicht absehbar
Der aktuelle Tarifvertrag zwischen der NFL und den Schiedsrichtern läuft am 31. Mai aus. Hinter den Kulissen bereitet sich die Liga offenbar bereits auf einen Lockout vor. "Wir sind zeitlich extrem nah am Ablaufdatum und gleichzeitig in zentralen wirtschaftlichen Fragen weit voneinander entfernt", so eine Quelle. Ohne eine schnelle Annäherung erscheine eine Lösung kaum realistisch.
Bereits beim letzten Schiedsrichter-Streik im Jahr 2012 hatte die NFL auf Ersatzleute zurückgegriffen. Damals jedoch erst relativ spät, weshalb die Qualität enorm litt und die ersten Wochen der NFL-Saison in Chaos untergingen.
Diesmal wolle man aus den damaligen Fehlern lernen und frühzeitig reagieren, um einen reibungsloseren Ablauf zu gewährleisten.




































