Der größte Teil der Free Agency liegt hinter uns. In knapp vier Wochen folgt mit dem NFL Draft 2026 schon das nächste Highlight - und die große Chance für alle Teams, sich weiter zu verstärken und bestmöglich für die neue Saison aufzustellen. Welche Baustellen gilt es in der AFC noch zu beackern?
NFL: Team-Needs vor dem Draft - die größten Baustellen der AFC
Der Fokus in jeder Offseason liegt zunächst immer auf der Free Agency, doch aus diversen Gründen gelingt es den wenigsten Teams, sich hier so zu verstärken, dass man ohne größere Lücken im Kader in die neue Saison gehen kann. Hierfür und auch für die langfristige Zukunft ist kommt der Draft ins Spiel. Die besten Talente vom College werden hier unter den Teams verteilt, wobei viele auf diesem Wege neue Starter finden wollen, während sich andere mit langfristigen Alternativen befassen.
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Baltimore Ravens
Größte Needs: IOL, DL, TE, WR
Geschäftig waren die Ravens in der Free Agency, doch das sorgte nicht dafür, dass allzu viele Lücken geschlossen wurden. Center Tyler Linderbaum ist weg und muss ersetzt werden. Zudem würde ein neuer Starting Left Guard nicht schaden. Defensiv braucht es mehr Qualität in der Defensive Line, wo unklar ist, ob Justin Madubuike weitermacht. Das Receiving Corps braucht weiter Upgrades und hinter Tight End Mark Andrews ist noch viel Luft für Verbesserungen.
Buffalo Bills
Größte Needs: IOL, EDGE, LB, S
Bradley Chubb ist sicherlich ein Upgrade gegenüber Joey Bosa aus dem Vorjahr. Doch mehr Jugend ist auf der Edge-Position sicher hilfreich. Zudem gab es größere Verluste auf Linebacker und Safety, die man erstmal kompensieren muss. Offensiv reißt der Abgang von Guard David Edwards eine große Lücke. Ebenso sollte man im Receiving Corps nicht mit der Verpflichtung von DJ Moore aufhören nach Upgrades zu suchen.
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Cincinnati Bengals
Größte Needs: DB, LB
Während die Bengals auf Edge (Boye Mafe) und in der Mitte (Jonathan Allen) der Defensive Line nachgebessert haben, wurde die Linebacker-Position bislang vernachlässigt. Demetrius Knight und Barrett Carter überzeugten hier bislang nicht. Beobachten muss man zudem die Secondary. Zwar kam mit Bryan Cook ein klares Upgrade für die Mitte, doch scheint Nebenmann Jordan Battle nicht in Stein gemeißelt zu sein als Starter. Und was die Cornerbacks betrifft, gehen DJ Turner und Dax Hill beide ins letzte Vertragsjahr. Hier könnte Cincy schon mal anfangen, für die Zukunft zu planen.
Cleveland Browns
Größte Needs: LT, WR, QB
Die Offensive Line wurde zwar schon jetzt generalüberholt mit drei Neuzugängen, doch auf Left Tackle ist noch Raum für Verbesserung. Und angesichts der aktuellen Besetzung des QB Rooms sollte Quarterback weiter ganz oben auf der Liste stehen, obgleich man damit rechnen muss, dass wir erneut einen offenen Wettkampf sehen werden, der sicherlich zu Chaos führen wird. Doch egal wer letztlich under Center spielt, bleibt eben die Frage, zu wem der QB dann werfen soll. Außer Jerry Jeudy fehlt es einfach an Talent.
Denver Broncos
Größte Needs: TE, DL, CB
Zwar wurde Payton-Spezi Adam Trautman gehalten, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass man qualitativ auf Tight End unterbesetzt ist. Die Defensive Line hat John Franklin-Myers verloren, was gerade in Sachen Pass Rush ein großer Verlust ist und auf Cornerback hat sich in der Liga herumgesprochen, dass Riley Moss die wohl größte Schwachstelle dieser Defense ist. All das sind Ansatzpunkte im Draft.
Houston Texans
Größte Needs: DL, OL, LB
Die Offensive Line wurde schon in der Free Agency mehrfach verändert, doch dürften Center und Left Guard immer noch Thema sein, auch wenn mit Wyatt Teller ein erfahrener Mann dazu stieß. In der Defense gilt es, die Mitte gegen den Run aufzurüsten. Sowohl auf Defensive Tackle als auch auf Linebacker wären Run Stopper eine große Hilfe.
Indianapolis Colts
Größte Needs: EDGE, LB, S, WR
Was der Front Seven der Colts vor allem fehlt, ist Erfahrung. Gerade auf Linebacker ist davon nicht allzu viel vorhanden, nachdem sowohl Zaire Franklin als auch Germaine Pratt abgegeben wurden. Hinzu kommt, dass bis auf Laiatu Latu auf der Edge-Position keinerlei explosive Spieler zu finden sind. Safety Nick Cross muss ersetzt werden und bis auf Alec Pierce ist das Receiving Corps auch recht dünn besetzt. Erschwerend hinzu kommt, dass man seinen Erstrundenpick für Sauce Gardner an die Jets veräußert hat.
Jacksonville Jaguars
Größte Needs: LB, DT, IOL
Devin Lloyd ist weg und es wird schwer, ihn zu ersetzen, da er besonders in Coverage eine richtig gute Rolle gespielt hat. Abgesehen davon ist das große Thema der Pass Rush, denn außer Edge Rusher Joshua Hines-Allen hat hier zuletzt niemand konstant für Druck gesorgt, auch Travon Walker auf der anderen Seite der Line nicht. Und auch die Mitte der D-Line braucht dringend Upgrades.
Kansas City Chiefs
Größte Needs: WR, OL, TE, EDGE, LB, CB
Kenneth Walker löst das Running-Back-Problem, zudem dürfte Nose Tackle Khyris Tonga eine Lücke in der Defensive Line schließen. Doch alle anderen Baustellen von vor der Free Agency sind noch vorhanden. Das Receiving Corps braucht mehr Qualität, vor allem, sollte Rashee Rice wieder gesperrt werden. Travis Kelces Verbleib löst das Tight-End-Problem nicht, weil er eben nicht mehr viel im Tank hat, die Offensive Line wird nicht auf wundersame Weise besser, nur weil Jawaan Taylor nun weg ist und gerade auf Cornerback wurde Trent McDuffie (Trade zu den Rams) noch nicht annähernd ersetzt. Zudem fehlt weiterhin irgendjemand, der Chris Jones im Pass Rush unterstützt.
Las Vegas Raiders
Größte Needs: QB, OL, LB, WR
Der Quarterback kommt mit dem ersten Pick im Draft, wird aber noch mehr Protection brauchen, als man bislang herangekarrt hat. Right Tackle sollte mindestens noch upgegradet werden. Das Receiving Corps kommt sehr dürftig daher. Defensiv sollte der Fokus derweil auf dem Stoppen des Runs liegen. Sprich: Neben einem starken Linebacker wäre eine Art Nose Tackle eine große Hilfe.
Los Angeles Chargers
Größte Needs: OG, EDGE, DL, WR, S
Meiner Meinung nach haben die Chargers in der Free Agency bis auf die Verpflichtung von Center Tyler Biadasz nichts unternommen, um tatsächlich besser zu werden. Man hielt den Status Quo mit Edge Rusher Khalil Mack aufrecht. Doch auf Guard fehlt es weiter an Qualität, die Defensive Line wurde nur in der Breite verstärkt, Safety Alohi Gilman wurde gar nicht ersetzt und das Receiving Corps ist immer noch sehr überschaubar bestückt.
Miami Dolphins
Größte Needs: DB, WR, EDGE, DL, LB, TE, OL
Quarterback wurde mit Malik Willis erstmal geregelt. Doch gibt es im Grunde keinen einzigen brauchbaren Wide Receiver mehr. Tight End? Geht so. O-Line? Bestenfalls suspekt. Immerhin ist Running Back De'Von Achane noch da - komische Prioritäten, aber da stehen wir nun mal. Defensiv ist die Secondary weiter die Großbaustelle mit all den namhaften Abgängen. Und auch die Defensive Line inklusive der Edge-Position brauchen dringend Upgrades. Gut, dass man nun sieben Top-100-Picks hat.
New England Patriots
Größte Needs: OL, EDGE, WR, TE
Die O-Line sollte weiter Thema sein, speziell mit dem Wissen im Hintergrund, dass Morgan Moses nicht mehr ewig spielen wird und Zweifel an Will Campbell immer noch ihre Berechtigung haben. Immerhin lindert der neue Swing Tackle James Hudson diese Probleme ein wenig. Die Edge-Position bekam mit Dre'Mont Jones nicht unbedingt ein Upgrade, während es im Receiving Corps samt Tight-End-Position weiter an Playmakern mangelt.
New York Jets
Größte Needs: WR, QB, EDGE, IOL
Die Offensive Line bekam zwar schon Verstärkung durch Guard Dylan Parham, doch hier könnte man weiter nachbessern. Der Fokus sollte jedoch darauf liegen, mehr Playmaker zu finden, die Garrett Wilson im Passspiel unterstützen können. Zugleich muss Quarterback ein Thema bleiben, denn egal wie viel Frank Reich noch aus Geno Smith herausholen kann, ist er natürlich nicht die langfristige Lösung. Und dann wäre da noch die Edge-Position, die nach dem Trade von Jermaine Johnson nach Tennessee brachliegt. Hier jedoch ist Abhilfe im Draft in Form von einem wie Arvell Reese oder David Bailey an Position 2 denkbar. Und die Jets haben vier der ersten 44 Picks!
Pittsburgh Steelers
Größte Needs: QB, OL
Die Steelers haben wenige Wochen vor dem Draft mal wieder keinen Schimmer, wer letztlich Quarterback spielen wird. Macht Aaron Rodgers weiter? Kommt Kirk Cousins? Setzt man auf Will Howard? Alles sind jetzt keine ganz vielversprechenden Optionen, gerade langfristig gesehen. Entsprechend ist das eine Position, die man zumindest mal betrachten sollte im Draft. Die Offensive Line ist das nächste größere Thema, denn gerade Left Tackle Broderick Jones machte bislang nicht den stabilsten Eindruck, was für jegliche Quarterbacks ein Problem wäre.
Tennessee Titans
Größte Needs: IOL, WR, EDGE
Die Giants haben im Grunde halb New York leergekauft, um ihr Team auf Saleh/Daboll-Standard aufzumotzen. Das lässt aber immer noch die Frage offen, ob das gerade im Inneren der Offensive Line reicht. Center und Right Guard erscheinen mir noch recht suspekt. Zudem muss man zumindest mal hinterfragen, ob es reicht, Wan'Dale Robinson für viel Geld als neuen Slot-Receiver zu installieren, um die Situation für Cam Ward bestmöglich zu verbessern. Defensiv wird es nicht reichen, Jermaine Johnson von Gang Green geholt zu haben. Auf der anderen Edge-Position herrscht immer noch Handlungsbedarf.





































