Nach souveränen Siegen gegen Brasilien und Großbritannien sowie dem 5:3-Zittersieg über Mexiko hat die USA beim World Baseball Classic völlig überraschend die erste Pleite hinnehmen müssen. Die vor MLB-Superstar triefende US-Auswahl verlor am Dienstagabend im Daikin Park mit 6:8 gegen Italien.
"Ich war schon Teil von World-Series-Teams, aber so etwas habe ich noch nie gesehen", gab ein sichtlich aufgelöster Ned Colletti, General Manager der Azzurri, anschließend zu Protokoll. Catcher Kyle Teel, Shortstop Sam Antonacci und Right Fielder Jac Caglianone schlugen jeweils einen Homerun, Starter Michael Lorenzen ließ in 4.2 Innings keinen Score der US-Amerikaner zu.
"Eine solche Überraschung für ein unglaubliches Land wie Italien. Deshalb liebe ich Sport und deshalb liebe ich Baseball. Und ich bin froh, dass wir als Gruppe das für die Menschen erreichen konnten", schwärmte der Pitcher, der - wie viele seiner Mitspieler und Mitglieder des Trainerstabs auch - nach der faustdicken Überraschung den Freudentränen ganz nahe war.
"Bin stolz auf meine Jungs"
"Das ist einer der besten Tage meines Lebens", jubelte auch Manager Francisco Cervelli: "Ich bin stolz auf meine Jungs. Sie sind jung, aber sie spielen, als wären sie schon seit 10 Jahren in der Major League. Sie waren voll konzentriert. Und wissen Sie, jeder in Italien sollte das sehen. Wir tun es für sie, für die Kinder. Es ist möglich. Es ist machbar."
Italien legte in Houston einen Traumstart hin, führte gegen die eigentlich übermächtigen Gegner um Aaron Judge, Kyle Schwarber und Paul Goldschmidt bereits nach sechs Innings mit 8:0. Zwar berappelte sich die USA noch einmal, für den Sieg reichte es aber nicht mehr. Der Einzug ins Viertelfinale steht damit auf extrem tönernen Füßen und hängt vom Ausgang der Partie zwischen Mexiko und Italien ab.
War die USA sich im Vorfeld zu siegessicher? "Nein", antwortete Manager Mark DeRosa: "Ich würde eher Italien loben, als zu sagen, dass wir schwach waren."

































