Borussia Dortmund droht nach der 2:3-Pleite im Klassiker gegen den FC Bayern weiteres Ungemach: BVB-Kapitän Emre Can hat sich möglicherweise einen Kreuzbandriss zugezogen.
Can verließ den Signal Iduna Park nach der Partie auf Krücken. Trainer Niko Kovac befürchtet die für einen Fußballer wohl schlimmste aller Diagnosen.
Nach ersten Tests der Teamärzte sehe es "ein bisschen danach aus", dass sich Can am Kreuzband verletzt habe, sagte der 54-Jährige bei "Sky", er habe "kein gutes Gefühl". Der Routinier habe in seinem Knie "auch was gehört".
Can war in der 38. Minute bei einem Zweikampf mit Konrad Laimer weggeknickt. Zunächst spielte er nach längerer Behandlungspause weiter.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste der Defensivakteur dann doch das Feld räumen. Ramy Bensebaini kam für ihn ins Spiel. "Er hat noch weitergemacht und die zweite Aktion hat ihm den Rest gegeben - leider", sagte Kovac bedauernd.
Er ergänzte: "Ich habe ihn ja gefragt, und die Ärzte wussten auch nicht, was jetzt los ist. Die wollten ihn untersuchen, er sagte: Ich mach' jetzt weiter. Dann kannst du als Arzt auch nichts sagen."
BVB droht "ein richtig harter Schlag"
Dem BVB droht nun "ein richtig harter Schlag", wie der Übungsleiter betonte.
Auch für Can selbst wäre ein längerer Ausfall extrem bitter. Der Vertrag des 32-Jährigen beim BVB läuft aus. Im schlimmsten Fall könnte die Niederlage gegen den FC Bayern nun das letzte Spiel Cans in Schwarz und Gelb gewesen sein.
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Ob es sich wirklich um einen Kreuzbandriss handelt, darüber soll eine MRT-Untersuchung am Sonntag Aufschluss geben.
Can hofft auch noch auf eine Teilnahme an der WM in Kanada, den USA und Mexiko im Sommer. Im Falle eines Kreuzbandrisses wäre dieser Traum des 48-maligen Nationalspielers zerplatzt.
Im Duell mit dem FC Bayern hatte Nico Schlotterbeck (26.) die Dortmunder vom ersten Heimsieg seit November 2018 träumen lassen.
Doch die Münchner konterten durch Harry Kane (54.). Dann verwandelte der Torjäger einen von Schlotterbeck verursachten Foulelfmeter (70.). Daniel Svensson (83.) glich aus, dann antwortete Joshua Kimmich (87.).



























