Seit 13 Pflichtspielen wartete Werder Bremen auf einen Sieg, ehe beim 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag endlich die Wende folgte. Eine erste Auswirkung des Trainerwechsels von Horst Steffen zu Daniel Thoiune? Dieser schien zuvor völlig im Nichts zu verlaufen. Um seinen Job musste sich der neue Chefcoach dennoch keine Sorgen machen.
Drei Spiele, drei Niederlagen, 1:6 Tore: So lautete die erschreckende Ausbeute von Danel Thioune als Trainer des SV Werder Bremen, bevor am Samstag gegen Heidenheim (2:0) endlich Zählbares eingefahren werden konnte.
Aber auch schon vor dem erlösenden Sieg stellte die SVW-Vereinsführung klar, dass Thioune noch längst nicht zittern muss.
Thioune werde derzeit noch nicht angezählt, bestätigte Werder-Boss Clemens Fritz am Samstag bei "Sky": "Er macht es jetzt wirklich gut. Ich sehe, wie er mit der Mannschaft arbeitet. Er bringt gute Energie rein, hat eine gute Ansprache und ist sehr detailversessen. Er erklärt den Jungs auch immer wieder diese Fehler. Es sind dann Kleinigkeiten: im richtigen Moment das Tempo aufzunehmen, die Lücke zu erkennen, der letzte Pass muss dann eben sitzen. Wir arbeiten intensiv an den Themen, und ich bin auch überzeugt davon, dass wir das hinbekommen."
Werder-Trainer gibt zu: "War ein holpriger Start"
Auch Thione selbst ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass er sich in der Lage sieht, das Ruder herumzureißen.
"Als ich irgendwann in Osnabrück ins Auto gestiegen bin und Richtung Bremen gefahren bin, um diese wundervolle Aufgabe zu übernehmen, wusste ich, dass es anspruchsvoll wird. Mir war klar, dass es bis zum Ende gehen wird", sagte er. "Das war jetzt ein sehr holpriger Start, aber es sind noch elf Runden zu gehen. Also definitiv: Ich freue mich immer noch, dass ich es mir angetan habe."
Worte, die für Experte Dietmar Hamann so etwas wie der rettende Strohhalm sind: "Du hoffst natürlich, du klammerst dich an alles, was du hast. Sie schießen zu wenig Tore, haben heute ein Spiel, das sie gewinnen müssen, genauso wie der Gegner. Wenn du mich vor sechs Wochen gefragt hättest, ob Bremen absteigen kann oder wird, hätte ich gesagt: nein. Heute sage ich: Ich glaube, das Beste, worauf sie hoffen können, ist, dass sie Sechzehnter werden."

























