Borussia Mönchengladbach befindet sich in der Fußball-Bundesliga im freien Fall, hat seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen. Am Samstag droht zu Hause gegen Union Berlin (ab 15:30 Uhr) der nächste Tiefschlag. Geht die Partie gegen die Eisernen verloren, könnte sich Gladbach am Ende des Spieltags auf dem Relegationsplatz wiederfinden. Sinnbildlich für den Absturz des VfL in den letzten Monaten steht Mittelfeldspieler Florian Neuhaus.
Der einstige Nationalspieler und Mittelfeld-Taktgeber spielte zuletzt überhaupt keine Rolle mehr unter Cheftrainer Eugen Polanski. Dabei war der 28-Jährige im Herbst noch gesetzt, als die Borussia mit 13 Punkten aus fünf Partien seine stärkste Saisonphase erlebte.
Zuletzt folgte aber das komplette Gegenteil: Gegen Bayer 04 Leverkusen (1:1), bei Eintracht Frankfurt (0:3) und beim SC Freiburg (1:2) saß Neuhaus über 90 Minuten auf der Bank, ohne eine einzige Einsatzminute.
Dabei fehlen Gladbach offenkundig genau jene Qualitäten, die Neuhaus einst zehn Länderspiele und zwei Tore für Deutschland einbrachten. Warum also sitzt der Zehner die ganze Zeit draußen?
Neuhaus will sich in Gladbach zurückkämpfen
Trainer Eugen Polanski erklärte gegenüber der "Bild" dazu: "Ich hatte tatsächlich in dieser Woche ein längeres Gespräch mit Flo, um ihm die aktuelle Situation zu erklären. Er bleibt weiter wichtig bei uns und wird auch in dieser Saison noch wichtig sein. Aber wir haben beim 1:1 in Bremen Kevin Stöger eingewechselt und haben ihn danach vorne gesehen. Freiburg war dann jetzt auch ein Gegner, von dem wir viel Physis erwartet hatten - Flo kann das alles auch nachvollziehen."
Intern heißt es laut dem Zeitungsbericht allerdings, dass die Begründung des Cheftrainers nur noch teilweise zieht. Neuhaus trainiert engagiert, will sich zurückkämpfen. Doch auch vor dem Duell mit 1. FC Union Berlin am Samstag stehen seine Chancen nicht gut. Wieder geht es um Robustheit und Zweikampfhärte, was beides nicht zu den primären Qualitäten des Kreativspielers zählt.


























