In den vergangenen Tagen kochte die Berater-Debatte rund um den FC Bayern mal wieder hoch. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge übten jeweils scharfe Kritik am Einfluss von Spieleragenten, die nach Meinung der beiden Aufsichtsräte zu viel Geld verdienen. Das wollte Roger Wittmann, Mitbegründer und Geschäftsführer von Rogon-Sportmanagement, so nicht auf sich sitzen lassen.
"Ich glaube, dass Karl-Heinz Rummenigge nicht der Richtige ist, um über Moral und Unmoral zu sprechen. Warum? Weil er mitten in diesem Geschäft steckt", feuerte Wittmann im "Sky"-Format "Triple – der Hagedorn-Fussballtalk" zurück.
Rummenigge hatte den Einfluss von Beratern als "ungeheuerlich" bezeichnet und ihre Honorare "unmoralisch" genannt.
Wittmann konterte: "Sie haben das System doch selbst mit aufgebaut. Wenn du Spieler verpflichtest, die du brauchst, um Titel zu gewinnen, weißt du, was auf dich zukommt. Berater werden heute so bezahlt, wie es der Norm entspricht. Was genau soll daran unmoralisch sein? Die Regeln haben sie selbst gemacht. Und wenn es um die Existenzberechtigung von Beratern geht, hat Karl-Heinz Rummenigge kein Recht, Forderungen zu stellen."
Watschn für Bayern-Bosse: "Mir ist das Wurst, was die sagen"
Auch Uli Hoeneß hatte unlängst öffentlich Dampf abgelassen. Der Poker mit Dayot Upamecano beziehungsweise dessen Berater Moussa Sissoko, der für seinen Klienten Berichten zufolge 20 Millionen Euro Handgeld rausgehandelt haben soll, brachte das Fass demnach zum Überlaufen.
Gegenüber "Bild" kündigte Hoeneß an, mit der übrigen Bayern-Führung zum Gegenschlag ausholen zu wollen: "Herbert Hainer, Max Eberl, Jan Dreesen, Karl-Heinz Rummenigge und ich sind uns einig: Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft."
Wittmanns scharfe Replik: "Mir ist das Wurst, was die sagen. Der eine schreit die Welt voll. Der andere sagt etwas, das er gar nicht weiß. Die wissen beide nicht, ob der Berater mit dem Spieler jeden Tag in Kontakt steht. Das ist das, was sie bräuchten. Deshalb sagen sie das auch. Was mich an der gesamten Diskussion stört: Das ist nur ein Thema von Bayern München. Es wird aber behandelt, als wenn das jetzt der Nabel der Welt wäre."



























