Als Oliver Kahn beim FC Bayern noch in der Verantwortung stand, hatte auch der damalige Vorstandschef mit Leroy Sanés Wankelmütigkeit zu kämpfen. Nun hat der frühere Nationalkeeper noch einmal verdeutlicht, wie viel Aufbauarbeit bei dem Angreifer vonnöten war.
"Mit Leroy haben wir ja immer diese Thematik gehabt", erinnerte sich Oliver Kahn im "Sky"-Format "Triple – der Hagedorn-Fussballtalk" an die Zeit mit Sané beim FC Bayern.
Beim deutschen Rekordmeister hatte der Edeltechniker zu selten konstant überzeugen können, im Umfeld wurde stets fleißig über Sané und seine Körpersprache diskutiert.
"Ich habe ihm gesagt, wenn ich dein Talent hätte, wäre ich Messi. Da hat er mich immer mit großen Augen angeguckt. Er wusste nicht so richtig, was er sagen soll. Da habe ich gesagt, zeig es doch einfach", verriet Kahn: "Und das ist eben dieses Vordringen zu so einem Spieler. Ihn leistungsfähig zu machen."
Im vergangenen Sommer verließ Sané den FC Bayern schließlich ablösefrei und wechselte in die Türkei zu Galatasaray.
Hoeneß-Attacke: Kahn vermutet Kalkül
Kahn nutzte die Gelegenheit auch, um über Uli Hoeneß' jüngste Beraterschelte zu sprechen.
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"Dass Uli das Ganze immer mal wieder ein bisschen zurücknimmt und da auch mal ein bisschen tiefer stapelt, hat natürlich auch einen strategischen Grund. Wenn es dann wieder um Vertragsverlängerungen geht, wenn es möglicherweise wieder um Transfers geht. Die Leute sollen ja nicht das Gefühl haben, dass du nur in deinen Geldspeicher zu gehen brauchst", vermutete er Kalkül hinter den Aussagen.
Über die extremen Entwicklungen auf dem Transfermarkt sagte Kahn: "Es gibt eben einen Markt für absolute Top-Spieler und dieser Markt, der ist eben hart umkämpft. Und das wissen natürlich auch die Berater. Es gibt ein paar Klubs, da sprechen wir vielleicht von zehn bis 15 Klubs, die in der Lage sind, wirklich immense Gelder für die Top-Spieler zu zahlen. [...] Zum Schluss geht es bei einem Top-Top-Klub wie Bayern München, Real Madrid oder wie sie alle heißen, darum, die Top-Top-Spieler auch in ihren Reihen zu haben."



























