Eintracht Frankfurt präsentierte sich beim 3:3-Spektakel gegen den BVB einmal mehr vorne hui und hinten pfui. Der frühere Europameister Thomas Helmer sieht in erster Linie den Cheftrainer der Hessen in der Pflicht.
"Dino Toppmöller muss dringend die Defensive in den Griff bekommen, mehr als zwei Gegentore pro Spiel haben nichts mit Europapokal zu tun", kritisierte Helmer in seiner "kicker"-Kolumne mit Blick auf die bereits 33 kassierten Treffer der Frankfurter nach lediglich 16 Saisonspielen.
Für eine erneute Champions-League-Qualifikation sei die Eintracht "nicht stabil genug", urteilte Helmer über den Tabellensiebten der Bundesliga.
Lob zollte der einstige Defensivakteur einem Neuzugang von Eintracht Frankfurt: Angreifer Younes Ebnoutalib, der für kolportierte acht Millionen Euro von der SV Elversberg an den Main gewechselt war.
Die Leistung des gebürtigen Frankfurters habe ihm "sehr gut gefallen", so Helmer, "auch wenn der Sprung aus Elversberg in die Heimatstadt natürlich ein gewaltiger ist. Aber ganz ehrlich: Wenn man einem Klub bei der Stürmersuche vertraut, dann ja wohl Markus Krösche und den Frankfurtern".
Eintracht Frankfurt: Volltreffer nach "gescheitertem Versuch"?
Zwar verwies Helmer auf den "gescheiterten Versuch" mit 26-Millionen-Mann Elye Wahi, der inzwischen auf Leihbasis bei OGC Nizza kickt.
Aber, so der Experte, vielleicht etabliere sich Ebnoutalib ja wie einst Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Kolo Muani, von denen Eintracht Frankfurt zunächst sportlich und dann auch massiv wirtschaftlich profitierte.
Ebnoutalib hatte gegen den BVB sein erstes Bundesligaspiel überhaupt absolviert und auf Anhieb den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 erzielt.
"Younes hat sich direkt freigeschwommen. Er ist dahin gegangen, wo es wehtut – und hat sich mit einem tollen Tor belohnt. Wir sind sehr zufrieden", schwärmte Toppmöller im Anschluss von dem 22-Jährigen.




























