Wenige Tage nach seiner Entlassung bei den Dallas Cowboys haben sich die Green Bay Packers die Dienste eines früheren All-Pro-Cornerbacks in der NFL gesichert.
Nachdem die Cowboys Trevon Diggs am Dienstag etwas überraschend entlassen hatten, haben die Packers zugeschlagen und sich den Cornerback auf der Waiver Wire gesichert. Das heißt, dass Green Bay seinen ursprünglichen Vertrag übernehmen wird und er sofort spielberechtigt wäre.
Das Risiko hält sich für die Packers jedoch in Grenzen, denn über 2025 hinaus ist nichts in Diggs' 97-Millionen-Dollar-Vertrag, den er 2023 unterschrieben hatte, noch garantiert. Daher müssen die Packers lediglich 472.000 Dollar an Grundgehalt für das eine noch verbliebene Spiel in dieser Saison am kommenden Sonntag zahlen - sowie weitere 58.823 Dollar in Form eines Per-Game-Roster-Bonus, sollte er auch gegen die Vikings spielen.
Bei den Packers wird Diggs helfen müssen, eine größere Personallücke zu füllen, denn sie haben im Spiel gegen die Baltimore Ravens am vergangenen Samstag gleich zwei Cornerbacks verloren. Nate Hobbs erlitt eine Knieverletzung und Kamal Hadden hat sich eine Knöchelverletzung zugezogen, mit der er bereits auf die Injured Reserve List gesetzt wurde. Bei beiden dürfte die Saison beendet sein.

Verpasster Teamflug als letzter Sargnagel
Die Cowboys haben Diggs aus diversen Gründen entlassen, wie mittlerweile ans Licht kam. Zuletzt hatte er einen Teamflug nach dem Spiel an Weihnachten in Washington verpasst, da er bei seiner Familie, die in der Region lebt, bleiben wollte. Er hatte vorher mehrfach darum gebeten, der Gesuch wurde von Head Coach Brian Schottenheimer jedoch abgelehnt. Diggs hätte daher zuerst mit nach Dallas zurückfliegen müssen, um dann im Anschluss wieder in die Heimat zu fliegen.
Zuvor gab es bereits einen Disput über die Reha nach seinem im Vorjahr erlittenen Kreuzbandriss. Er absolvierte sie fernab des Teams, was den Cowboys missfiel. Ultimativ machte er nur acht Spiele in dieser Saison aufgrund der Knieverletzung sowie einer Gehirnerschütterung. Ein Faktor war er bislang ohnehin kaum. Er hat nur einen Tackle erzielt und hatte weder einen Pass Breakup noch eine Interception.
Interceptions wiederum waren einst sein Markenzeichen, denn in seiner zweiten NFL-Saison 2011 führte er die Liga mit elf Interceptions an, hatte seither aber mit einigen schwereren Verletzungen zu kämpfen, die ihn viel Einsatzzeit kosteten.



































