Die Philadelphia Eagles haben einmal mehr ihre Auswärtsstärke in der NFL bewiesen und einen Sieg aus dem altehrwürdigen Lambeau Field entführt. Im NFC-Kracher beherrschten vor allem zwei starke Defensivreihen das Geschehen.
Eagles @ Packers: Auf einen Blick
- Beide Defensiven ließen kaum etwas zu und so blieb die Partie lange ohne Punkte, ehe sie hinten heraus Fahrt aufnahm.
- Vor allem die Eagles-Defense brachte viel Druck auf Love, der dabei große Probleme hatte. Besonders stark dabei auf Eagles-Seite: Neuzugang Jaelan Phillips.
- Während die Eagles in der NFC East quasi mit dem Division-Sieg planen können, rutschen die Packers in der NFC North nach der zweiten Niederlage in Serie auf den dritten Platz ab.
Eagles @ Packers: Der Spielbericht
Um es vorweg zu nehmen: Die erste Hälfte der Partie blieb gänzlich ohne Punkte. Doch dazu hätte es nicht kommen müssen, denn nachdem die Eagles den Auftakt-Drive der Packers an der Mittellinie gestoppt hatten, marschierte der aktuelle Champion das Feld herunter.
Schon beinahe in der Redzone angekommen, verlor Quarterback Jalen Hurts allerdings den Ball und so sprang aus einem eigentlich guten Drive nicht einmal ein Field Goal heraus.
Mit dem Drive hatten die Eagles allerdings knapp zehn Minuten von der Uhr genommen, weshalb das erste Quarter bereits so gut wie vorbei war. Was folgte, waren drei schnelle Ballbesitzwechsel durch einen Punt, ehe die Packers ein ähnliches Schicksal erlitt, wie die Eagles. Auch sie fumbelten den Ball kurz vor der Redzone.
Für die ersten Punkte der Partie sorgten dann die Eagles, die sich mit dem ersten Drive der zweiten Halbzeit erneut in Field-Goal-Range spielten, dieses Mal aber immerhin auch mit einem solchen abschließen konnten.
Zwei Drives später sorgte Wide Receiver DeVonta Smith dann für den ersten Touchdown im Spiel, als er einen 36-Yard-Pass fing und damit einen 80 Yards langen Drive veredelte.
Zwar kamen die Packers fünf Minuten vor dem Ende durch einen Touchdown von Josh Jacobs nochmal heran, als sie aber später noch einmal den Ball bekamen, war es ausgerechnet eben jener Josh Jacobs, der mit einem Fumble kurz vor der Mittellinie den möglichen Drive zum Ausgleich oder gar zum Sieg zunichte machte.
Hinten heraus bekamen die Packers zwar sogar nochmal einen Ball, die Zeit reichte aber lediglich um Brandon McManus die Chance auf ein 64-Yard-Field-Goal zu geben. Dann wurde es tatsächlich nochmal dramatisch, denn der Kick in letzter Sekunde war nur knapp einen Yard zu kurz.
Philadelphia Eagles (7-2) @ Green Bay Packers (5-3-1)
Ergebnis: 10:7 (0:0, 0:0, 3:0, 7:7) BOXSCORE
Eagles @ Packers: Die wichtigsten Statistiken
- Die Eagles machten ordentlich Druck auf Jordan Love. In 40,5% aller Dropbacks wurde Love unter Druck gesetzt und hatte dabei große Problem. Er brachte nur 3/12 Pässen an und wurde drei Mal gesackt.
- Die Packers ließen bei ihren drei Saisonniederlagen insgesamt nur 39 Punkte und 780 Yards zu. Sie sind damit das erste Team seit 1940, dass bei drei Saisonniederlagen insgesamt unter 40 Punkte und unter 800 Yards gegen sich blieb.
Der Star des Spiels: Jaelan Phillips (Edge, Philadelphia Eagles)
Erst Anfang der letzten Woche war der Pass Rusher von den Miami Dolphins gekommen und sofort hatte Phillips jede Menge Impact. Er hatte eine Pressure Rate von 19,4%. Seine sieben Pressures waren für ihn die meisten seit 2022. Zudem hatte er sechs Tackles gegen den Lauf.
Der Flop des Spiels: Jordan Love (Quarterback, Green Bay Packers)
Love machte kein außergewöhnlich schlechtes Spiel, doch er schaffte es nie, seiner Offense Rhythmus zu verleihen. Zudem hatte er die angesprochenen Probleme gegen Pressure. Mit einer solchen Defense im Rücken muss einfach mehr kommen von Love, soll es in dieser Saison weit gehen.















