Während Erstrundenpick Shemar Stewart weiter auf eine Lösung seines Vertragsdisputs mit den Cincinnati Bengals in der NFL wartet, hat sich nun der Teambesitzer Mike Brown zu Wort gemeldet und deutlich gemacht, was er von der Problematik hält.
Im Rahmen eines Medien-Lunchs, den die Bengals in jedem Jahr zum Start des Training Camp veranstalten, meldete sich auch Mike Brown zu seiner jährlich einzigen öffentlichen Veranstaltung zu Wort und wurde auf die Situation seines Top-Rookies in diesem Jahr angesprochen. Und er nahm kein Blatt vor den Mund.
Laut Brown geht es beim Disput mit dem 17. Pick insgesamt im Draft 2025 um Vertragsdetails für den Fall, dass sich der Spieler schädlich gegenüber dem Team verhalten sollte. In dem Fall wollen die Bengals mit neuen Vertragsinhalten im Vergleich zu bisherigen Verträgen einen leichteren Weg haben, garantiertes Geld zu streichen. Andere Teams haben einen solchen Passus schon länger in ihren Verträgen, der letztjährige Erstrundenpick Cincinnatis, Tackle Amarius Mims, jedoch weigerte sich erfolgreich dagegen.
Das wiederum ist der Präzedenzfall, auf den sich Stewart und sein Agent nun stützen. Aus Sicht von Brown ist das jedoch eine "Dummheit". Brown führte aus: "Wir sind schon lange hier, so etwas ist noch nie passiert, und das verzögert diesen Vertrag", sagte Brown am Montag. "Aus unserer Sicht ist das eine Art Dummheit. Es sollte einfach erledigt werden."
Stewart hat bislang an keinem Training in der Offseason teilgenommen und ist auch nicht zum Training Camp erschienen - muss er auch nicht, denn er steht ja nicht unter Vertrag.
Bengals: Funktionär und Agent mit Verbalattacken
Auch Bengals-De-Facto-General-Manager Duke Tobin äußerte sich zur Sache: "Er hört auf den Rat, für den er bezahlt", sagte Tobin. "Ich verstehe den Rat nicht. Ich stimme ihm nicht zu. Ich bin nicht derjenige, der dafür bezahlt, aber so ist es nun mal." Und weiter: "Wenn ich dächte, wir würden ihn unfair behandeln, wäre das eine andere Geschichte. Aber wir behandeln ihn fair, wie alle anderen Draftpicks in diesem Jahr auch."
Gegenüber "ESPN" reagierte der angesprochene Agent, Zac Hiller, mit einer subtilen Attacke auf Tobin: "Duke Tobin war an dieser Verhandlung nicht beteiligt", sagte Hiller. "Das scheint über seine Gehaltsklasse hinauszugehen." In jedem Fall bleibt Stewart der einzige Erstrundenpick in diesem Jahr, der noch keinen Vertrag unterschrieben hat.
Ebenfalls offen ist weiterhin der Status von Veteran-Edge-Rusher Trey Hendrickson, der deutlich gemacht hat, dass er nicht spielen werde, wenn er bis zum Saisonstart keinen neuen Vertrag erhält - oder getradet wird. Bei ihm gab sich Brown jedoch gelassen: "Wir arbeiten, während wir hier sprechen, daran, Trey unter Vertrag zu nehmen", sagte Brown. "Da sind Leute drüben im Büro, die daran arbeiten, das zu erledigen. Ich denke, es wird klappen."



































