Wie erwartet, gehen der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) und Sportdirektor Peter Schöttel nach neun Jahren getrennte Wege. Berichten zufolge sollen auch Differenzen mit Nationalcoach Ralf Rangnick zu der Entscheidung geführt haben.
Der ÖFB sprach in einer Mitteilung von "unterschiedlichen Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung" der Position.
Die Entscheidung wurde am Freitag im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung getroffen. In Schöttels Amtszeit fallen zwei Teilnahmen der Nationalmannschaft an Europameisterschaften sowie die erstmalige Qualifikation für eine Weltmeisterschaft seit 28 Jahren.
Zudem stieß das Frauen-Nationalteam Österreichs 2022 erstmals in ein EM-Viertelfinale vor. Die U17 erreichte 2025 sogar das WM-Finale.
"Ich nehme die getroffene Entscheidung zur Kenntnis. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere der Direktion Sport, für die gute und kollegiale Zusammenarbeit in neun sehr erfolgreichen Jahren bedanken", sagte Schöttel.
ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll erklärte: "Auch wir bedanken uns bei Peter Schöttel für seine Arbeit in den vergangenen Jahren, die von vielen Erfolgen für den ÖFB geprägt war. Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm alles Gute und viel Erfolg."
Der ÖFB teilte mit, Pröll werde im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag, 14. September, über das weitere Vorgehen informieren.
Holt der ÖFB einen Ex-Bundesliga-Profi?
Ex-Nationalspieler Marc Janko hatte zuvor bei "Sky" gesagt, die Trennung von Schöttel komme für ihn "nicht wahnsinnig überraschend".
Janko führte aus: "Mit ihm und Ralf Rangnick hat es nicht so richtig funktioniert. Es ist schon so, dass Rangnick seit einiger Zeit bei allen Dingen, die ihm wichtig sind, das nicht über den Peter macht, sondern über andere Personen."
Ein möglicher Nachfolger ist laut "Krone" der frühere Bundesliga-Profi Sebastian Prödl. Der 39-Jährige ist aktuell Leiter der ÖFB-Nachwuchsteams, mit Rangnick pflege er guten Kontakt, ist zu hören.




