Nach 120 Minuten der Moment der Erlösung. Der SC Paderborn rutscht in die erste Fußballbundesliga. Ich bin tatsächlich ein bisschen zu am Arsch, um irgendwelche Gefühle zu fühlen, aber ich freue mich einfach auf den Moment, wenn ich wieder Zugang zu meinen Gefühlen habe. Das wird grandios. Die Wolfsburger wehren sich früh gegen den Abstieg. Pekinovic dritte Minute. Das eins zu null hebt Hecking aus dem Sitz. Es ist ein harter Kampf, der den VfL viel kostet. Erst eine Rudelbildung, dann dieses Einsteigen gegen Hansen. Joachim Möhle sieht innerhalb von zwei Minuten zweimal. Gelb heißt Platzverweis. Die Wölfe ab der 14. Minute in Unterzahl. In so einem wichtigen Spiel für so ein vergleichsweise kleines Vergehen. Da muss ich ehrlich sagen, ist also schubsen auch keine Tätigkeit mehr. Paderborn drückt danach den VfL komplett in die eigene Hälfte. Ein langer Einwurf und Biblia mit dem verdienten Ausgleich. Mit viel Glück rettet sich Wolfsburg in die Verlängerung in der Coda in der hundertste Minute für Paderborn. Dann aber alles klar macht zwei zu eins aus Paderborn wird Partyborn. Tränen hingegen bei den Wölfen nach dem ersten Abstieg seit 29 Jahren. Wenn man 30 oder fast 30 Jahre in der Bundesliga miteinander gespielt hat, dann ist die Enttäuschung groß. Bei allem im Verein, bei den Fans. Das muss auch so sein, wenn was Neues entstehen soll. Ein Neuanfang für die Wölfe In Liga zwei für Paderborn geht's mit Platzsturm hoch in Liga eins.