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So funktioniert das 24h-Rennen am Nürburgring

16.05.2026 08:32 | 3:52m
161 Fahrzeuge und volle Renn-Action: Wie funktioniert eigentlich das 24h-Rennen am Nürburgring? Rennfahrer Nico Menzel blickt für NITRO hinter die Kulissen
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Nürburgring 24 Stunden Rennen. Was ist eigentlich dieses Rennen? 161 Teilnehmer bedeutet nicht nur große Fahrzeuge, die im Gesamtsieg kämpfen, sondern ganz viele verschiedene Klassen. Vom absoluten, seriennah nahen Fahrzeug oder Serienfahrzeug geht's hin zu beispielsweise einem Porsche Carrera Cup Fahrzeug. Das ist schon relativ flott, aber so ein Mix aus Straßen und Rennfahrzeug bis hin zu den absoluten Profi Rennfahrzeugen, die auch ich fahren darf. Hier haben wir Ihnen mein Pikachu Dunlop Porsche, der um den Gesamtsieg kämpft. 161 Fahrzeuge, die 24 Stunden durchfahren wollen, bedeutet, dass wir natürlich nicht alleine fahren können. Da hätte ich sehr viel zu tun. Deswegen haben wir Fahrerwechsel. Jeder Fahrer hat seinen eigenen Sitz. Das heißt, mein Teamkollege kommt raus, Ich setze meinen Sitz dort rein, Er ist genau auf mich angepasst und dann fahre ich meine Stins und dann geht es wieder raus an die Tanksäule, um aufzutanken, neue Reifen und genau zur Tankstelle können wir jetzt mal gehen. Und hier sind wir draußen an den Zapfsäulen in der Boxengasse. Die dürfte euch bekannt vorkommen. Ist wie zu Hause. 98 Oktan werden hier getankt. Eine ganz normale Zapfsäule dauert dann schon einen Moment, so bis zu zwei Minuten. Ungefähr bis die Autos vollgetankt sind und bevor es dann wieder rausgeht. Reifen werden gewechselt. Einmal auftanken und dann geht es nach acht neun Runden in die Box. Und danach natürlich wieder raus. Und da gibt es dann einige Regeln zu beachten. Doppelt gelbe Flagge. Es gibt hier im Nürburgring kein Safety Car, wie ihr das vielleicht von der Formel eins kennt, sondern aufgrund von 25 Kilometer Streckenlänge gibt es nur einzelne Abschnitte, die dann abgesperrt werden bzw wo ein Geschwindigkeitslimit herrscht. Doppelt gelb heißt maximal 120 Kilometer Stunden am Nürburgring. Das heißt ein Unfall ist passiert, ein Auto muss geborgen werden. Dann der nächste Stepp von über 300 auf 120. Dann geht's in die sogenannte Code 60, das heißt maximal 60 Kilometer ab diesem Schild. Und die Jungs da, die leisten hier einen unfassbaren Job. Das sind unsere Marshalls, die uns genau diese Signale auf der ganzen Strecke zeigen. Geschwindigkeitseinhaltung wird in der Racecontrol kontrolliert. Sobald die Unfallstelle vorüber ist, gibt die grüne Flagge. Und das heißt wieder Attacke. So, jetzt sind wir hier in der Racecontrol. Hier laufen alle Informationen zusammen. Jeder einzelne Abschnitt, jeder Meter von 25,3 Kilometern Nürburgring Nordschleife wird hier gemonitort und unter anderem eben auch die Geschwindigkeitsverstöße. Sprich wenn wir auf der Strecke ein bisschen Mist bauen, dann wird das unter anderem der Werner kontrollieren. Werner, du bist hier der Operator und der Chef in Sachen GPS Auge, um hier die Geschwindigkeitsverstöße zu kontrollieren. Erkläre uns mal, was du hier siehst und wie du uns dann gegebenenfalls vielleicht sogar leider bestrafst.
Okay, also der Punkt ist, wenn in einem Streckenabschnitt doppelgelb gezeigt wird oder eben kurz Sixty, gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 respektive sechzigstel und wenn wir das System aktivieren, wird über GPS die Geschwindigkeit kontrolliert auf die Stelle hinterm Komma. Und jeder, der eben schneller ist als erlaubt, erscheint automatisch in der Verstoßliste. Wir können dann diese Verstöße manuell überprüfen, öffnen das Protokoll, gucken uns die Grafiken an, gucken uns den Geschwindigkeitsverlauf an und entscheiden dann, ob der Fahrer entsprechend die Regeln respektiert hat oder eben zu schnell war. Und dann melden wir diesen Verstoß an den Rennleiter, der dann gegebenenfalls eine Strafe ausspricht.
Und in dem Fall hier gab es dann eine Strafe. Und diese Strafen, die können wirklich sehr, sehr hoch ausfallen von 35 Sekunden bis zu Minuten strafen und das kann natürlich ein Rennen kosten. Deswegen heißt es immer schön auf die Signale achten, schön brav sein, damit da nichts passiert. Und so ist die Sicherheit gewährleistet. Für Fahrer, für Marshalls am Ende für alle. Für dieses unfassbare Event. 304 100.000 Fans im Zeichen der Nürburgring, die größte Motorsport Party des Jahres.