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Pittsburgh erwacht zu spät

Ravens überrennen Steelers dank Lamar und Henry

Video: NFL Highlights: Steelers @ Ravens
12. Januar 2025, 06:02

Die Baltimore Ravens haben die Pittsburgh Steelers in der Wild Card Round der NFL Playoffs 28:14 besiegt und damit Runde eins überstanden. Lamar Jackson und Derrick Henry waren einmal mehr das Zünglein an der Waage.

Steelers @ Ravens: Auf einen Blick

  • Die Ravens waren auf dem Boden dank perfekt ausgespielten Read-Options von Jackson und Henry kaum zu halten.
  • Die Steelers erwachten erst nach der Pause und kamen somit viel zu spät offensiv zur Geltung.
  • Henry schrieb Geschichte und zog mit einem Hall-of-Famer gleich.

Steelers @ Ravens: Die Analyse

Die erste Hälfte gehörte komplett den Hausherren. Nach einem schnellen Defensiv-Stopp legten sie einen Drive über 13 Spielzüge hin, der mehr als sieben Minuten andauerte. Der Schlüssel waren diverse Zone Reads von Lamar Jackson und zwei längere Läufe von Derrick Henry. Letztlich warf Jackson dann einen 15-Yard-Tpuchdown-Pass auf Rashod Bateman zur 7:0-Führung.

Während die Steelers auch danach offensiv nicht stattfanden, legten die Ravens im zweiten Viertel nach. Zunächst folgte ein weiterer 13-Play-Drive, der dieses Mal nur aus Läufen bestand - Henry vollendete mit einem 8-Yard-TD-Run. Und wenig später fand Jackson noch Justice Hill nach einem über sechssekündigen Scramble für einen 5-Yard-Touchdown-Pass mit zwei Sekunden auf der Uhr. Pausenstand: 21:0 Baltimore.

Nachdem die Gäste bis dahin komplett überfordert wirkten, erwachten sie vor allem offensiv nach dem Break und zeigten Lebenszeichen. Russell Wilson bekam jetzt etwas mehr Zeit zum Passen und fand dann auch endlich seinen Deep Ball. Damit gelang Pittsburgh Mitte des dritten Viertels der erste Touchdown - ein 30-Yard-Pass auf Van Jefferson. Die Ravens schlugen jedoch nur vier Spielzüge später zurück, als Henry nach Read-Option allen für einen 44-Yard-Touchdown davonlief - die Mitte war offen, nachdem sich die Linebacker gewissermaßen auf Jackson gestürzt hatten. 

Die Steelers blieben jedoch dran und Wilson warf einen 36-Yard-Touchdown-Pass auf George Pickens, der nach seinem Catch in der Red Zone gleich zwei Gegenspieler auf dem Weg in die Endzone aussteigen ließ.

Die Ravens stehen damit in der Divisional Round, werden ihren Gegner aber erst am Sonntag erfahren. Die Steelers wiederum müssen weiter seit 2016 auf einen Sieg in den Playoffs warten.

Pittsburgh Steelers (10-7) @ Baltimore Ravens (12-5)

Ergebnis: 14:28 (0:7, 0:14, 14:7, 0:0) BOXSCORE

Steelers @ Ravens: Die wichtigsten Statistiken

  • Der zweite Touchdown-Drive der Ravens war der erste in dieser Saison mit mindestens 13 Laufspielzügen und keinem einzigen Passspielzug. Insgesamt gab es bis dahin 5833 Drives.
  • Die 164 Rushing Yards der Ravens in der ersten Hälfte waren die meisten Rushing Yards in einer ersten Hälfte in den Playoffs seit 2000.
  • Jackson scrambelte vor seinem Touchdown-Pass zu Hill kurz vor der Pause laut "Next Gen Stats" für 6,31 Sekunden. Dies war bereits Jacksons dritter TD-Pass in dieser Saison, bei dem er den Ball länger als sechs Sekunden gehalten hat. Das sind die meisten dieser Art in der NFL.
  • Die Steelers haben von 2017 bis 2024 80 Spieler in der Regular Season gewonnen. Das sind nun die meisten in einer Zeitspanne von acht Jahren am Stück ohne Playoff-Sieg in der Geschichte der NFL.
  • Henry hat nun vier Spiele mit mindestens 150 Rushing Yards in den Playoffs hingelegt. Er zog damit gleich mit Hall-of-Famer Terrell Davis. Außer diesen beiden hat keiner mehr als zwei solcher Spiele geschafft.

Der Star des Spiels: Lamar Jackson (Quarterback, Ravens)

Jackson lief häufiger als sonst, teils per Zone-Reads, teils per Scrambles. Was er damit aber vor allem tat, war Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, sodass die Defense permanent befürchtete, dass er den Ball selbst behielte. Das gab dann auch Henry häufig mehr Raum zum Laufen als üblich, was dieser eiskalt ausnutzte. Wenn das Read-Option-Run-Game so funktioniert, sind die Ravens sehr schwer zu stoppen.

Der Flop des Spiels: Defensive Front (Steelers)

Die Defense der Steelers war gegen Jackson und Henry komplett überfordert und fiel eigentlich bei jeder Read-Option der Ravens auf den Fake rein. Sie schaffte es zwar, Jackson häufig im Pass Rush unter Druck zu setzen, doch aufs Run Game fand sie keine Antwort, was den Unterschied ausmachte.

Analyse: Steelers @ Ravens - das fiel taktisch auf

  • Eine der zentralen Fragen für die Ravens war es, wie sie den Ausfall von (Slot-)Receiver Zay Flowers auffangen würden. Die Antwort gaben sie bereits früh im Spiel. Sie setzten hauptsächlich auf 21- und 22-Personnel und setzten überwiegend auf ihr Run Game, sei es mit designten Runs, RPOs oder zahlreichen Read-Options über Jackson und Henry. Meist telegrafierten sie dies sogar damit, dass sie statt Andrews auf Blocking-Tight-End Charlie Kolar setzten.
  • Die Steelers spielten auffällig häufig Man Coverage, was Jackson half, Lücken für Scramble-Runs zu finden. Zudem ergaben sich dadurch auch Lücken, wenn er per Scramble einfach nur Zeit erkaufte.
  • Die Ravens spielten defensiv häufig mit Disguises und streuten auch mal Zone Coverage ein. Vor der Pause sorgte das häufig dafür, dass Wilson zu zögerlich agierte.

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