Die Los Angeles Chargers haben sich am Sonntag einen wichtigen Sieg gegen die Denver Broncos gesichert. Grundstein dafür war eine gute Anfangsphase. Diese allerdings bekam Head Coach Jim Harbaugh nur zu Teilen mit. Der Cheftrainer musste während der Frühphase der Partie nämlich auf Grund von Herzproblemen untersucht werden und sorgte damit für einen Schreckmoment.
Kurz nach dem Start der Partie war Harbaugh mit dem medizinischen Personal im blauen Zelt und später in die Kabine verschwunden und wurde dort untersucht. Im Nachgang der Partie wurde bekannt, dass es sich dabei wohl um Herzrhythmusstörungen gehandelt habe.
Die Mediziner bekamen den Rhythmus wieder in den Griff und Harbough kehrte zurück an die Seitenlinie. Dort hatte zuvor Defensive Coordinator Jesse Minter das Coaching übernommen.
Wie Harbaugh später berichtete, hatte er sich bereits am Samstag unwohl gefühlt, die Warnungen seines Körpers jedoch bis zum Spiel nicht beachtet. Dann war ihm allerdings ein unregelmäßiger Herzschlag aufgefallen, weshalb er sich untersuchen ließ.
NFL: Ravens holen Harbaugh-Bruder aus der PK
Er sagte, er habe schon einmal während eines Spiels einen solchen Zwischenfall gehabt. Er sagte, dass er 2012, als er die San Francisco 49ers in einem Spiel gegen die Chicago Bears trainierte, einen unregelmäßigen Herzschlag verspürte, aber das Spiel beendete und danach Ärzte aufsuchte.
Die Ärzte waren nicht in der Lage, Harbaughs Herz wieder in einen regelmäßigen Rhythmus zu bringen, so dass er sich einer Ablation unterzog. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von Hitze oder Kälte Herzgewebe zerstört wird, das einen unregelmäßigen Herzschlag verursacht. Harbaugh sagte, er habe 1999 ebenfalls eine Ablation gehabt.
Am anderen Ende der USA, wo Jim Harbaughs Bruder John die Baltimore Ravens coacht, wurde dieser im Übrigen frühzeitig aus seiner Pressekonferenz geholt, damit er sich nach seinem Bruder erkundigen kann.
"Sorry Leute, Johns Bruder ist in L.A. gerade ins Medizinische Zelt gegangen, wir wollen, dass John sich bei ihm melden kann, um zu schauen, was los ist", vertröstete ein Ravens-Sprecher die anwesenden Journalisten.







