Die Tennessee Titans haben die Miami Dolphins zum Abschluss von Woche 4 der NFL in eine noch tiefere Krise gestürzt, während die Detroit Lions einen offensiv perfekten Abend gegen die Seattle Seahawks erlebten und sich vollends zurückmeldeten.
Tennessee Titans (1-3) @ Miami Dolphins (1-3)
Ergebnis: 31:12 (0:0, 9:3, 10:3, 12:3) BOXSCORE
Die Tennessee Titans haben ihren ersten Sieg der Saison in einem chaotischen Spiel am Montagabend in Miami eingefahren. Dabei verloren sie Quarterback Will Levis früh mit einer Schulterverletzung, sodass Backup Mason Rudolph ran musste, der sein Team dann zu sieben Drives mit Punkten führte. Bei den Dolphins wiederum funktionierte mit dem dritten Starting Quarterback in dieser Saison, Tyler Huntley, erneut nahezu nichts.
Levis beendete seine erste Angriffsserie mit einer fast schon handelsüblichen spektakulären Interception, die Defensive Lineman Calais Campbell zwischen seinen Beinen fing. Seine zweite Serie dann endete mit einem Scramble, bei dem er unglücklich auf dem Boden landete und sich die Schulter verletzte. Er warf nur vier Pässe für 25 Yards. Rudolph (9/17, 85 YDS) übernahm und machte immerhin keine Fehler. Kicker Nick Folk versenkte fünf Field Goals, drei davon aus mehr als 50 Yards, und die Running Backs Tyjae Spears und Tony Pollard besorgten die Touchdowns.
Die Dolphins wiederum zeigten einmal mehr, dass es ohne Tua Tagovailoa sehr schwierig ist. Huntley (14/22) warf für ganze 96 Yards, führte sein Team aber auch mit 40 Rushing Yards und dem einzigen Touchdown an. Wide Receiver Tyreek Hill wurde erneut unter 50 Yards gehalten (4 REC, 23 YDS) und wartet damit weiter auf einen Miami-Touchdown ohne Tua am anderen Ende davon.
Derweil vergrößerte sich das Lazarett der Dolphins: Running Back Jeff Wilson musste mit einer Knieverletzung beim Aufwärmen vor dem Spiel kurzfristig passen und im Spiel verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Edge Rusher Jaelan Phillips am Knie und verließ die Begegnung vorzeitig.
Seattle Seahawks (3-1) @ Detroit Lions (3-1)
Ergebnis: 29:42 (0:7, 7:14, 13:14, 0:7) BOXSCORE
Die Detroit Lions haben sich offiziell zurückgemeldet mit einer in mehrerlei Hinsicht perfekten Offensivvorstellung in einem Monday Night Game, das den Seattle Seahawks noch länger Sorgen bereiten könnte.
Der Star des Abends war Quarterback Jared Goff, der einen NFL-Rekord mit 18 Passversuchen aufstellte, die allesamt ankamen. Zuvor hielt Hall-of-Famer Kurt Warner den Rekord für die meisten Completions ohne Incompletion in einem Spiel mit 10. Goff warf für 292 Yards und zwei Touchdowns - er fand Jameson Williams für einen sehenswerten 70-Yard-TD und später noch Amon-Ra St. Brown für einen 8-Yard-Score. Damit aber nicht genug, denn Goff schaffte auch erstmals in seiner Karriere einen Touchdown-Catch - nach 7-Yard-Pass von St. Brown bei einem Trickspielzug im dritten Viertel. Insgesamt waren die Lions 5/5 in der Red Zone.
Die Seahawks, die insgesamt mehr als 34 Minuten den Ball hatten und 516 Yards insgesamt erzielten, machten letztlich einfach zu viele Fehler. Sie leisteten sich zwei Turnovers (Lions: 0), vergaben am Ende der ersten Hälfte einen Field-Goal-Versuch - allerdings vergab Jason Myers aus 62 Yards - und wurden einmal beim vierten Versuch gestoppt. Eine Red-Zone-Interception von Geno Smith (38/56, 395 YDS, TD, INT) beendete letztlich rund eine Minute vor Schluss jegliche Comeback-Hoffnungen der Seahawks.
Das größte Problem der Seahawks war jedoch die von Verletzungen arg geschwächte Defensive, die bereits ohne Edge Rusher Uchenna Nwosu, Defensive Tackle Leonard Wiliams und Linebacker Jerome Baker antrat und dann auch noch Safety Julian Love mit einer Oberschenkelverletzung verlor.












